Nachdem am vergangenen Samstag die islamistische Terrororganisation Hamas schwere Anschläge in Israel verübt hat, hat sich nun die Vorsitzende der Jüdischen Kultusgemeinde Rheinhessen, Anna Kischner, zu Wort gemeldet. Gegenüber dem SWR sagte Kischner am Montag, man fordere mehr Polizeischutz vor jüdischen Einrichtungen in der Region.
Die aktuelle Präsenz der Polizei reiche nicht aus, so Kischner weiter: „Der Angriff auf die israelische Bevölkerung ist ein Massaker.“ Die rund 1000 Juden in Mainz und Rheinhessen seien sehr beunruhigt, die Polizei solle nun ihre Präsenz vor Einrichtungen verstärken, bemängelte Kischner gegenüber dem SWR.
Das sagt die Polizei Mainz
Gegenüber Merkurist erklärt eine Sprecherin der Mainzer Polizei: „Wir führen die Schutzmaßnahmen der jüdischen Einrichtungen und Veranstaltungen weiterhin auf einem ohnehin schon hohen Niveau fort.“ Man stehe in fortwährendem Kontakt mit Sicherheitsbehörden und bewerte die Lage durchgehend, um tagesaktuell reagieren zu können.
Um unter anderem das Sicherheitsgefühl bei Mitgliedern der jüdischen Gemeinden zu verbessern, habe sich die Polizei entschlossen, die Sichtbarkeit vor jüdischen Einrichtungen nochmals zu verstärken. „Darüber hinaus werden alle Polizeikräfte fortwährend hinsichtlich aktueller Lageentwicklungen sensibilisiert.“ Gleichzeitig gelte es es festzuhalten, dass das Sicherheitsniveau bereits vor den Anschlägen hoch gewesen sei. Weiter erklärt die Polizeisprecherin: „Ein enger Austausch mit den örtlichen Verantwortlichen der jüdischen Gemeinden ist hierbei unerlässlich und wird durchgehend gewährleistet.“