Mainzer Marathon-Läuferin macht Podcast

Marathon-Läuferin, Studentin, Trainerin: Marie John hat viel zu tun. Neben ihrem Sport hat sie nun ein weiteres Projekt an den Start gebracht, ihren Podcast. Wie sie darauf kam, das hat sie Merkurist erzählt.

Mainzer Marathon-Läuferin macht Podcast

Am Rhein entlang, über die Theodor-Heuss-Brücke oder runter zum Winterhafen: Auf ihren täglichen Laufrunden ist Marie John in ganz Mainz unterwegs. Jetzt macht die Mainzer Marathon-Läuferin einen Podcast: In „Mit oder ohne“ sprechen sie und ihr Freund Joshua nicht nur über den Sport und ihren Alltag als Therapeuten, sondern klären auch Fragen, die viele ihrer Patienten beschäftigen.

Laufen als Leidenschaft

Für Marie John gehört der Sport zu ihrem Alltag dazu: „Nach dem Abitur hatte ich immer wieder Probleme mit Entzündungen und bin dann fast ein Jahr ausgefallen. Da musste ich mir natürlich überlegen, was ich jetzt mache - da habe ich das Laufen als Sport für mich entdeckt.“ Das ist für John aber nicht nur reine Fitness. „Laufen ist für mich meine Meditation. Seit der Corona-Krise bin ich noch mehr auf der Straße unterwegs.“

Eigentlich will John Ende August beim Transalpine-Run mitlaufen. Der geht 255 Kilometer über die Alpen. Ob der Lauf aber überhaupt stattfindet, das steht noch nicht fest. Dabei geht es aber um mehr als die Teilnahme - an diesem Lauf hängt fast ein Jahr an Vorbereitung. „Man muss täglich dafür trainieren. Wenn das nicht klappt, werde ich so schnell wahrscheinlich nicht mehr die Möglichkeit haben, an so einem großen Lauf teilzunehmen. Einfach, weil es so viel Zeit in Anspruch nimmt“, so John.

Neben ihren Wettkämpfen macht John gerade im Fernstudium ihren Master in Sporttherapie. „Mein Schwerpunkt liegt auf Patienten, die neurologische Erkrankungen oder Krebs haben. Mit denen trainiere ich dann. Damit habe ich mich auch selbstständig gemacht.“ Außer ihrem Studium und ihrer Arbeit ist John auch noch Trainerin bei „Original Bootcamp“. „Wir sind in Mainz wie eine große Familie. Eigentlich bieten wir die Kurse draußen an, jetzt machen wir das aber über Zoom.“ Dabei können die Mitglieder live über das Internet mitmachen. „Jetzt haben wir die Teilnehmerzahl pro Kurs auch nicht mehr begrenzt. Es können bis zu 100 Leute teilnehmen“, sagt John.

Podcast über die Arbeit

Die Idee zu ihrem neuen Podcast kam John schließlich gemeinsam mit ihrem Freund Joshua: „Wir hören selbst gerne Podcasts und haben aus unseren Berufen viele gemeinsame Themen, aber unterschiedliche Therapiearten.“ In ihrem Podcast reden sie aber nicht nur über ihren Alltag als Therapeuten, sondern besprechen auch die Fragen ihrer Hörer. „Wir haben gemerkt, dass oft die gleichen Fragen von den Patienten kommen und die wollen wir gerne sammeln und in den Folgen klären“. Jede Folge wird dann ein bestimmtes Thema haben - so sollen die Hörer gleich sehen können, welche Folge vielleicht für sie interessant ist, so John.

Die erste Folge ging bereits am vergangenen Donnerstag online. Die nächsten sind aber auch schon in Planung: Alle zwei Wochen wollen die beiden immer donnerstags eine neue Folge veröffentlichen. Auch Gäste wollen sie bald einladen. „In der ersten Folge des Podcasts stellen wir uns vor, das Thema Corona beschäftigt uns aber auch schon. Wir erzählen davon, wie das Virus uns in unseren Jobs betrifft und einschränkt.“ Trotz der aktuellen Krise hat Marie aber eine Hoffnung: „Ich wünsche mir, dass die Menschen etwas Positives mitnehmen und sich vielleicht für manche Dinge mehr Zeit nehmen, auch wenn die Krise dann vorbei ist.“ (mm)

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