Mit dem Parkhaus am Schillerplatz hat die Parken in Mainz GmbH (PMG) vor etwa zwei Jahren den Anfang gemacht, seitdem werden nach und nach die Parkhäuser vor allem in der Mainzer Innenstadt umgestellt. Beim Einfahren in die Parkhäuser wird automatisch das Nummernschild erfasst, ein Ticket müssen die Autofahrer nicht mehr ziehen. Beim Bezahlen wird am Kassenautomat die Zahlen- und Buchstabenkombination eingegeben.
„Park & Go“-Kunden sowie Dauerparker hinterlegen im PMG-Kundenportal ihr Kennzeichen, eine Karte ist auch für sie nicht mehr notwendig. „Durch die Kennzeichenerkennung ist schnelleres und komfortableres Ein- und Ausfahren möglich“, so PMG-Geschäftsführer Ralf Sadowski damals. „Außerdem wird es weniger Staus an der Schranke geben.“
Was problematisch für die Kennzeichenerfassung ist
Doch wie verlässlich ist das System? Ein Merkurist-Leser berichtet etwa von Problemen. „Wenn das Nummernschild nicht richtig erfasst wird, entstehen zusätzliche Gebühren.“ Er findet den Service „unzureichend“.
Laut Michael Bonewitz, Pressesprecher von PMG, könnten etwa verschmutzte Kennzeichen zu Problemen bei der Erfassung führen. „Diese Fälle sind allerdings sehr gering. Nach unseren Erfahrungen funktioniert die Kennzeichenerfassung zu nahezu 99 Prozent.“ Bei Problemen gehe man aber den jeweiligen Fällen nach, gemeinsam mit dem Systemanbieter. Wie schnell das Problem behoben werden könne, hänge davon ab, wie schnell der Support des Systemanbieters eine Lösung habe und diese implementieren könne.
„Wenn Sie eine neue Technik einführen, ist es völlig normal, dass Sie im laufenden Betrieb nachsteuern müssen, das war uns bewusst und wir haben diese Lernkurve auch von Anfang an mit einkalkuliert“, so Bonewitz weiter.