In seiner Sitzung am Mittwoch hat der Stadtrat von Mainz über das „Radnetz“ abgestimmt und es beschlossen. Ziel ist ein Plan, um in Mainz sicheres und einfaches Radfahren sowie schnelle und durchgängige Verbindungen innerhalb des Stadtgebiets und ins Umland zu ermöglichen. Damit stehe künftig ein „gesamtstädtischer strategischer Rahmen für die Entwicklung des Radverkehrs“ zur Verfügung, teilt die Stadt Mainz mit.
So ist das neue Netz aufgebaut
Das „Radnetz“ ist demnach als strategischer Plan angelegt und legt noch nicht fest, wie die konkrete Infrastruktur an jeder einzelnen Stelle aussehen wird. Die detaillierte Planung für die jeweiligen Strecken erfolgt später und berücksichtigt die jeweiligen Gegebenheiten vor Ort. Das Netz besteht aus drei Ebenen: dem Hauptnetz mit den wichtigsten Achsen, dem Aufbaunetz mit Querverbindungen und dem Ergänzungsnetz zur Erschließung der Stadtteile.
„Mit dem ‘Radnetz’ schaffen wir eine klare Grundlage für die weitere Entwicklung des Radverkehrs in Mainz“, sagt Janina Steinkrüger, Dezernentin für Umwelt und Mobilität. „Wir wissen damit, welche Verbindungen für den Radverkehr besonders wichtig sind, und können diese bei zukünftigen Planungen gezielt berücksichtigen.“
Bei der Erarbeitung wurden laut Stadt auch die Mainzer mit einbezogen. Hinweise gab es zudem von Fachbüros aus Dänemark und den Niederlanden. Auch die Ortsbeiräte wurden beteiligt. Ebenso flossen in ein sogenanntes Mapathon die Ideen von Interessenvertretungen sowie aus zwei Bürgerbeteiligungen ein. Auch geeignete Abstellmöglichkeiten für Fahrräder und eine gute Wegweisung zur besseren Orientierung gehörten zu den Planungen dazu. Hierfür wurden in einer Online-Beteiligung Bedarfe ermittelt.
Vom Plan zur Umsetzung
Mit dem Beschluss bildet das „Radnetz“ künftig die Grundlage für den Ausbau der Radinfrastruktur in Mainz, es wird somit Teil des Mobilitätsplans. So soll es bei zukünftigen Verkehrsprojekten wie dem Straßenbahn- und Haltestellenausbau sowie bei Sanierungen einen „hohen Stellenwert erhalten“, so die Stadt weiter. Außerdem diene es als Grundlage, um Fördermittel zu beantragen.
Nach der nun abgeschlossenen strategischen Phase folgen die vertiefte Planung und anschließend die Umsetzung durch Bau oder Umbau.