Mainz hat jetzt ein eigenes Brettspiel

Spielfiguren in Fastnachtsfarben, das Spielbrett im Mainz-Design und das Marktfrühstück als Spielziel: In seinem selbst entwickelten Brettspiel hat Marc Distel viele Details zu Mainz eingebaut. Wir haben sie uns angesehen.

Mainz hat jetzt ein eigenes Brettspiel

„Weck, Worscht und Woi“ – dieses Sprichwort kennt so gut wie jeder Mainzer. Für Marc Distel, den Besitzer der Pinken Distel in der Neustadt, wurden diese drei Symbole zur Inspiration für ein Mainz-Brettspiel. „Mainz aus dem Häuschen“ sei ähnlich aufgebaut wie das Spiel „Mensch ärgere dich nicht“, nur abwechslungsreicher, so Distel. Die Spielfiguren haben die Formen von Weck, Worscht, Woi und einem „Meenzer“. Ziel des Spiels ist es, alle vier Figuren seiner Farbe als erstes ins Haus und somit zum Marktfrühstück zu bringen. Die Figuren gibt es in den Fastnachtsfarben rot, gelb, blau und weiß.

Mainz von oben

Das Besondere am Spielbrett ist das Mainz-Design, das vom Spielentwickler und Illustrator, Marco Armbruster, entworfen wurde. Es zeigt Mainz mit seinen Sehenswürdigkeiten wie dem Dom, dem Schillerplatz und der Christuskirche von oben. Es hat einen Wimmelbild-Charakter. Wer genau hinschaut, entdeckt sogar die Mainzelbahn oder die Flamingos im Stadtpark. Durch die Stadt müssen die Spielfiguren sich dann ihren Weg suchen und landen immer wieder auf Aktionsfeldern, die beispielsweise zum Verweilen bei einem „Stößchen“ einladen. Wer vier Mal in Folge die Eins würfelt, löst das Fastnachtsevent des 11.11. aus und alle Figuren von allen Spielern kommen gleichzeitig auf das Feld.

Von der Idee zum Spiel

„Ein Gesellschaftsspiel, das die Stadt widerspiegelt, hat in Mainz bisher gefehlt“, sagt Distel. Die Idee dazu sei ihm vor rund drei Jahren gekommen – er wolle damit „einen kleinen Beitrag zur Stadt“ leisten. Ein halbes Jahr später fing er an, seine Idee zu verwirklichen und begann die Zusammenarbeit mit Armbruster. Zu zweit fingen sie „ganz naiv“ an, das Spiel zu entwickeln – vom Spielkonzept über das Design bis hin zur Produktion. „Da steckt viel Arbeit dahinter“, erzählt Distel. Den beiden sei wichtig gewesen, das Spiel „humorvoll, offen und bunt“ zu gestalten.

Alle zwei bis vier Wochen trafen sie sich, um das Spiel weiter auszubauen. Der Prototyp sei dann von über 100 Leuten getestet und anschließend noch verbessert worden, bevor das Spiel in die Produktion ging. Distel habe sich eine Produktion in Europa gewünscht, die Spielfiguren seien in Deutschland hergestellt worden. Die Suche nach einem Hersteller, der das Spiel in einer kleinen Auflage produziert, habe sich jedoch schwierig gestaltet. Deshalb musste Distel das Risiko eingehen, für seinen kleinen Laden eine verhältnismäßig große Auflage produzieren zu lassen.

Umso mehr freue er sich jetzt über die hohe Resonanz bei seinen Kunden. Das Spiel ist seit rund vier Wochen im Verkauf und er sei schon 50 Prozent des Bestandes losgeworden. Allein im Vorverkauf seien 200 Exemplare von „Mainz aus dem Häuschen“ verkauft worden. Im neuen Jahr sollen weitere Mainz-Spiele produziert werden.

„Mainz aus dem Häuschen“ ist für 2 bis 4 Spieler ab 6 Jahren geeignet. Kaufen kann man es in der „Pinken Distel“ in der Frauenlobstraße 70 oder hier.

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