7 Dinge, die man nur kennt, wenn man aus Mainz kommt

Was hat es mit den roten und blauen Schildern auf sich? Was ist die „Handkäs-Mafia“? Und warum leuchtet der Himmel manchmal rot über Bretzenheim? Diese und weitere Dinge wissen nur echte Mainzer.

7 Dinge, die man nur kennt, wenn man aus Mainz kommt

Gutenberg, Fußball, Fastnacht, Dom: Mainz ist deutschlandweit für viele Dinge bekannt. Anderes kennt man aber nur als echter Mainzer. Im Snip „Welche Dinge kennt man nur, wenn man aus Mainz kommt?“ hat Merkurist seine Leser gefragt, was typisch für Mainz ist und was man nur als Einheimischer weiß. Hier sind die Ergebnisse:

Es ist oft das Erste, das Touristen bei einer Stadtführung erzählt wird: Die Mainzer Straßenschilder sind manchmal blau und manchmal rot. Echte Mainzer wissen natürlich von klein auf, was dahinter steckt: Blau sind die Straßenschilder, die parallel zum Rhein verlaufen. Die roten Schilder stehen für Straßen, die weg vom Rhein führen. Warum es auch weiße Schilder gibt, erfahrt Ihr hier.

Handkäse gibt es zwar nicht nur in Mainz, sondern auch in Hessen und in der Pfalz. Die „Handkäs-Mafia“ dagegen ist nur echten Mainzern bekannt. Davon spricht man gerne, wenn es in der Lokalpolitik zu Misswirtschaft und Kungeleien kommt, die angeblich auf der Tagesordnung stehen. Seinen Höhepunkt erreichte der Begriff 2009, als die Wohnbau GmbH unter anderem wegen riskanter Finanzgeschäfte und Großbauprojekte tief in die roten Zahlen rutschte.

Auswärtige werden davon immer wieder überrascht: Obwohl Mainz-Kastel Mainz-Kastel heißt, gehört es (offiziell) nicht zu Mainz, sondern zu Wiesbaden. Echte Mainzer wissen natürlich, was dahinter steckt: Nach dem Zweiten Weltkrieg legten Amerikaner und Franzosen den Rhein als Grenze zwischen ihren Besatzungszonen fest. Das linksrheinische Mainz kam in französische, die rechtsrheinischen Stadtteile Amöneburg, Kastel und Kostheim (AKK) kamen in amerikanische Hand. Über AKK hatte seitdem Wiesbaden die „treuhändische Verwaltung“ - bis heute.

Ob sich das jemals ändert? Im vergangenen Jahr sagte Oberbürgermeister Michael Ebling dazu: „Den juristischen Anspruch halten wir weiter aufrecht. Die Stadt Mainz verzichtet nicht auf AKK.“

Kein Mainzer Lokalpolitiker war jemals so bekannt wie Jakob „Jockel“ Fuchs. Unvergessen ist sein Spruch beim Besuch von Queen Elisabeth vor 40 Jahren im Gutenberg-Museum: „And now we go enunner in die Druckerwerkstatt.“ In seine Amtszeit fällt auch der Bau des Mainzer Rathauses. Während der Platz davor seit 2003 offiziell Jockel-Fuchs-Platz heißt, trägt das Rathaus zumindest inoffiziell seinen Namen: Fuchsbau.

Ist es der Mond? Die Sonne? Ein Ufo? Als Ende 2011 der Himmel über Bretzenheim rot leuchtete, waren viele Mainzer irritiert. Normales Abendrot konnte es nicht sein, denn dafür war das Rot zu sehr auf eine Stelle fixiert. Die Lösung war ganz einfach: Kurz zuvor wurden 400 LED-Lampen in die damalige Coface-Arena eingebaut. Seitdem strahlt das rote Mainzer Fußballstadion nach Einbruch der Dunkelheit sein Licht nach außen. Ist der Himmel bewölkt, wird eine rote Wolke sichtbar, die vor allem in den äußeren Stadtteilen von Mainz zu sehen ist.

Na gut, dann verraten wir nichts.

Dafür erfahrt Ihr hier, was es mit den Newweling-Kerzen auf sich hat.

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