7 Dinge, die man nur in Gonsenheim kennt

Mit rund 25.000 Einwohnern ist der Mainzer Stadtteil Gonsenheim eine kleine Stadt für sich. Wir stellen euch sieben Dinge vor, die nur Gonsenheimer wissen.

7 Dinge, die man nur in Gonsenheim kennt

Mainzer Sand, Wildpark oder Lennebergwald – der Mainzer Stadtteil Gonsenheim ist vor allem für seine Erholungsgebiete bekannt. Auch die Breite Straße, die Gonsenheimer Einkaufsmeile, ist vielen Mainzern ein Begriff. Doch Gonsenheim hat auch seine versteckten Eigenheiten. Hier sind sieben Dinge, die man nur kennt, wenn man aus Gonsenheim kommt:

Der dichtende Kioskverkäufer

Der Kiosk auf der Verkehrsinsel Ecke Breite Straße/Kapellenstraße war Kult – und das lag nicht zuletzt an Karl Heinz Bendinger. Der machte sich in 32 Jahren nicht nur als Kiosk-Verkäufer einen Namen in Gonsenheim, sondern auch als Poet. Wöchentlich schrieb er ein Gedicht, das er seinen Kunden in die Zeitungen und Zeitschriften legte, die er im Kiosk verkaufte.

2007 ging er in den Ruhestand, fünf Jahre später starb er im Alter von 72 Jahren. Ortsvorsteherin Sabine Flegel (CDU) sagte damals: „Es ist ein Gonsenheimer Original, eine Institution für immer verloren.“

Baum auf dem Spielfeld

Wer auf dem Bolzplatz an der Breiten Straße auf das Tor Richtung Straße spielt, hat einen Gegenspieler mehr: einen Ahorn-Baum. Denn der steht mitten auf dem Feld und verhindert seit Jahrzehnten Doppelpässe und Tiki-Taka-Fußball.

Jürgen Klopps Traumhochzeit

Es war an einem Montagmorgen gegen 7 Uhr im Dezember 2005, als plötzlich das Telefon von Fastnachtsstar Thomas Neger klingelte. Christian Heidel war am Apparat. „Er fragte mich, ob ich um 11 Uhr mit meiner Band vor dem Gonsenheimer Standesamt sein könne“, erzählte Neger einmal gegenüber Merkurist. Drinnen gab Klopp seiner Ulla das Ja-Wort, draußen überraschten ihn Thomas Neger und die Sängerinnen Julia und Sandra Mathes mit „Im Schatten des Doms“. „Da kullerten bei Jürgen schon ein paar Tränen“, so der Sänger.

Promi-Restaurant

Apropos Klopp: Wie viele Gonsenheim-Promis zog es den Ex-Spieler und -Trainer von Mainz 05 immer wieder in das Restaurant „Il Quadrifoglio“ in der Heidesheimer Straße. Doch Klopp war nicht einmal der prominenteste Stammgast: Auch Alt-Kanzler Helmut Kohl kam immer wieder ins „Quadrifoglio“ von Inhaber Emilio Pallucci. Zehnmal habe Kohl als Kanzler Ende der 80er, Anfang der 90er das Restaurant besucht, wie die „Allgemeine Zeitung“ einmal berichtete: „Er war ein ruhiger Gast. Immer nett, bescheiden, freundlich – und überhaupt nicht eingebildet“, sagte Pallucci. Zum letzten Mal sei Kohl 2014 in Begleitung seiner Ehefrau Maike Kohl-Richter gekommen.

Amore bei Mario

Und noch ein Kult-Ort. Am Eispavillon Mario trifft sich halb Gonsenheim – und hier traf Ortsvorsteherin Sabine Flegel zum ersten Mal vor mehr als 30 Jahren ihren Mann. „Ich war damals mit einer Freundin auf der Vespa unterwegs. Aus irgendeinem Grund sagte sie damals: 'Lass uns zum Juxplatz fahren.' Ich habe damals noch in der Neustadt gewohnt, da fuhr man nicht jeden Tag nach Gonsenheim“, erzählte sie gegenüber Merkurist. Die Fahrt lohnte sich: Ihr künftiger Mann, ein Ur-Gonsenheimer, war mit Freunden da, man kam ins Gespräch bei einer Kugel Eis, tauschte Nummern aus. Seit mehr als 20 Jahren sind Sabine Flegel und ihr Mann schon verheiratet.

Die „Schoggos“

Seit Jahrzehnten verbindet die Mainzer Stadtteile Gonsenheim und Finthen eine herzliche Abneigung. Für die Gonsenheimer ist Finthen ein „Bergdorf“, die Finther nennen Gonsenheimer „Schoggos“. Der Grund: Die Gonsenheimer hatten der Legende nach in der Vergangenheit die Finther Mädchen mit Schokolade bestochen, damit diese mit ihnen tanzen würden.

Prominente Gonsenheimerin

Gonsenheim ist auch beliebter Wohnort für Prominente: Nicht nur Jürgen Klopp wohnte in dem Mainzer Stadtteil, auch ZDF-Moderatorin Gundula Gause ist hier zu Hause. In einem Merkurist-Interview sagte sie vor kurzem: „Wir leben in Gonsenheim und das sehr gerne. Wir genießen den Wald vor der Haustür, das ist ein echter Luxus. Es macht wirklich Spaß, in Gonsenheim zu leben.“

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