5 Dinge, die man nur kennt, wenn man aus Mainz kommt

Wo ist das engste Gässchen von Mainz und warum liegt Mainz in zwei Bundesländern? Hier sind fünf Dinge, die nur echte Mainzer kennen.

5 Dinge, die man nur kennt, wenn man aus Mainz kommt

Gutenberg ist weltbekannt, die Mainzer Fastnacht lockt an Rosenmontagen bis zu 500.000 Menschen in die Stadt. Wir haben aber Mainzer Dinge aufgelistet, die nur echte Mainzer kennen.

1. Handkäsmafia

Der „Handkäs’ mit Musik“ ist ein Klassiker der rheinhessischen Küche. Der fettarme Sauermilchkäse wird mit Zwiebeln gereicht - deren schwere Bekömmlichkeit ist wiederum für den Beinamen „Musik“ verantwortlich. Sprechen die Mainzer aber von der Handkäsmafia, meinen sie Kungeleien und Misswirtschaft in der Lokalpolitik.

2. Die Augustinerreul

Die wahrscheinlich engste Straße von Mainz findet man in der Altstadt: die Augustinerreul. Das Gässchen lässt sich über die Augustinerstraße erreichen. Einer Stadtlegende nach wurde die Augustinerreul deshalb so eng gebaut, damit sich Betrunkene mit beiden Armen an den Wänden festhalten können. Prost!

3. Straßenschilder als Wegweiser

Viele Straßenschilder in Mainz sind entweder in rot oder blau gehalten. Und das hat auch einen guten Grund: blaue Straßenschilder verlaufen parallel zum Rhein, rote Straßenschilder führen zum Rhein hin beziehungsweise vom Fluss weg.

4. „Ich geh nimmer nuff“

Dieser Satz dürfte in den meisten Mainzer Haushalten schon einmal gefallen sein: „Ich geh nimmer nuff!“. Mit „nuff“ war früher das Bruchwegstadion gemeint, heute bezieht es sich auf die Opel Arena. Wenn der FSV Mainz 05 mal wieder in der Krise steckt oder die Mannschaft einen lustlosen Auftritt hingelegt hat, dann unken Fans, sie würden von nun an nicht mehr ins Stadion - auf die 05 - gehen. Warum auch immer: In Mainz sagt man nicht „zu Mainz 05 gehen“, sondern „auf die 05 gehen“.

5. Mainz liegt in zwei Bundesländern

Ok, das versteht außerhalb von Mainz wirklich niemand. Eigentlich liegt Mainz natürlich in Rheinland-Pfalz, doch auch auf der anderen, hessischen Rheinseite heißen Ortsteile Mainz. Die Erklärung ist simpel: Die ehemaligen Mainzer Stadtteile Amöneburg, Kostheim und Kastel (AKK) gehören inzwischen zu Wiesbaden. Nach Kriegsende legten die Besatzer den Rhein als Grenze fest. Das linksrheinische Mainz gehörte zur französichen, die rechtsrheinischen AKK-Stadtteile zur amerikansichen Besatzungszone. Den Beinamen „Mainz“ haben die ehemaligen Mainzer Ortsteile nicht abgelegt, nun gehören sie aber zur hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden.

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