Ein helles, orangefarbenes Leuchten am Himmel hat am Samstagabend viele Menschen in Rheinhessen irritiert. Einige Beobachter beschrieben das Phänomen als eine Art Feuerball. In den sozialen Medien rätselten schließlich zahlreiche Nutzer über die Ursache der Erscheinung. Auch Merkurist-Leserin Kate fragt in einem Snip: „Weiß jemand, was das für ein orangenes Feuer war, das gestern Abend bei Wörrstadt Richtung Alzey zu sehen war?“
Mutmaßliche Lösung
Während einige etwas scherzhaft einen alltäglichen Sonnenuntergang für des Rätsels Lösung halten, gibt es aber auch noch einen anderen, plausiblen Grund für die Himmelserscheinung. So informierte der Chemiekonzern BASF in Ludwigshafen mit einer „Nachbarschaftsinformation“ in den sozialen Medien über einen Vorfall im eigenen Werk.
Demnach kam es am Samstag gegen 17:45 Uhr zu einer Betriebsunterbrechung im sogenannten Steamcracker im Werksteil Nord in Ludwigshafen. Grund dafür sei ein technischer Defekt gewesen.
Die Sicherheitssysteme der Anlage hätten wie vorgesehen reagiert, heißt es in dem Post des Unternehmens. Überschüssiges Gas werde aktuell kontrolliert über eine hohe Fackel verbrannt. Dies führe zu einem weithin sichtbaren Feuerschein sowie zu Rußentwicklung und Lärm. Laut BASF kann dieser Zustand noch bis Mitte dieser Woche andauern.
Grundstoffe für Kunststoffe und Lacke
Der Steamcracker ist eine zentrale Anlage des Werks. Dort wird Rohbenzin unter Zusatz von Wasserdampf bei etwa 850 Grad Hitze aufgespalten, um Grundstoffe wie Ethylen und Propylen zu gewinnen. Diese werden für die Herstellung zahlreicher Produkte wie Kunststoffe, Lacke, Waschrohstoffe und Pflanzenschutzmittel benötigt.
Die zuständigen Behörden seien über den Vorfall informiert, teilt das Unternehmen mit. BASF bittet die Nachbarn um Verständnis für die Unannehmlichkeiten.