Der hellste Supermond im Jahr 2020

Wer in der Nacht vom 7. auf den 8. April in den Nachthimmel schaut, könnte eine Besonderheit am Himmel beobachten: den größten Supermond dieses Jahres.

Der hellste Supermond im Jahr 2020

In der Nacht vom 7. auf den 8. April wird der Mond nur 356.906 Kilometer von der Erde entfernt sein - und gilt somit als Supermond. Am Nachthimmel erscheint er in dieser Zeit heller. Zum Vergleich: Am 24. März 2020 erreichte der Mond mit 406.692 Kilometern seine größte Entfernung zur Erde in diesem Jahr.

Wie entsteht ein Supermond?

Ein Supermond entsteht dadurch, dass die Umlaufbahn des Erdtrabanten nicht exakt kreisförmig verläuft, sondern annähernd elliptisch. Die Erde liegt dabei nicht genau im geometrischen Zentrum der Bahn - somit variiert die Entfernung zwischen Mond und Erde je nach Tag. Der Begriff „Supermond“ wurde 1979 vom Astrologen Richard Nolle geprägt. Laut seiner Definition muss sich der Vollmond der Erde auf mindestens 367.600 Kilometer nähern, um als Supermond zu gelten. Mindestens viermal im Jahr kommt es zu diesem Phänomen.

Durch seine relativ geringe Distanz zur Erde erscheint der Mond rund sieben Prozent größer als der „normale“ Mond. Mit dem bloßen Auge ist das ohne einen Vergleich kaum erkennbar. Dass sich der Mond jedoch um 15 Prozent heller zeigt, als man gewohnt ist, können Beobachter hingegen schon erkennen. Zwar wird die Mondoberfläche selbst nicht heller, jedoch erscheint sie aus der Perspektive der Erde größer, denn die Erde erreicht mehr Mondlicht.

Wo kann man den Supermond sehen?

Der Mond geht am 7. April gegen 19 Uhr im Osten auf und steigt im Laufe der Nacht in Richtung Süden nach oben. Je nach Beobachtungsstandort kann die Anfangszeit um einige Minuten abweichen. Am 8. April wird er um 4:35 Uhr offiziell zum Vollmond - dann habt Ihr den besten Blick auf den Supermond. Zu diesem Zeitpunkt steht er etwa im Südwesten am Himmel. Kurz nach 7 Uhr morgens geht der Mond im Westen unter.

Für eine optimale Sicht sollte man sich nach 19 Uhr eine Beobachtungsposition in Richtung Osten suchen. Je tiefer der Mond am Himmel steht, desto größer wirkt er - dahinter steckt eine optische Täuschung (die „Mondtäuschung“), deren Ursache nicht vollständig geklärt ist.

Für die, die durch schlechte Wetterverhältnisse in dieser Nacht keinen guten Blick bekommen, gibt es auch bereits gute Nachrichten. Der nächste Supermond lässt nicht lange auf sich warten: Auch der Vollmond am 7. Mai zählt mit einem Abstand von 366.824 Kilometern zu den Supermonden. Im Jahr 2020 wird es insgesamt 13 Vollmonde geben. (mo)

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