Mainzer Pflegeheime vergleichsweise teuer

Unterbringung in Mainz ist teurer als im Landesdurchschnitt

Mainzer Pflegeheime vergleichsweise teuer

Bewohner eines Pflegeheims in Mainz müssen im Durchschnitt mehr für die Unterbringung zahlen als im Landesdurchschnitt. Das ist das Ergebnis eines Pflegereports der Krankenkasse „Barmer“, den die Universität Bremen erstellt hat.

„Zugespitzt formuliert lässt sich sagen, dass es von der Postleitzahl abhängt, wie viel Pflegeheimbewohner in Rheinland-Pfalz bezahlen müssen“, bewertet Markus Brunk, Regionalgeschäftsführer der „Barmer“ in Mainz, das Ergebnis. Demnach zahlen die Bewohner von Pflegeheimen in Mainz insgesamt einen Eigenanteil von durchschnittlich 1963 Euro im Monat (Stand 2017), was knapp 70 Euro mehr als der Landesdurchschnitt von 1895 Euro ist. Den höchsten Anteil in Rheinland-Pfalz zahlen laut Pflegerepot Bewohner in Kaiserslautern mit 2107 Euro im Monat. Am geringsten falle der Anteil im Landkreis Südwestpfalz aus: Dort zahlen die Bewohner 1660 Euro im Monat.

Doch wie setzt sich der Gesamteigenanteil, den Pflegeheimbewohner zahlen müssen, zusammen? Laut „Barmer“ gibt es einerseits den einrichtungseinheitlichen Eigenanteil (EEE): Nach dem Pflegestärkungsgesetz zahlen alle pflegebedürftigen Bewohner mit den Pflegegraden zwei bis fünf innerhalb einer Einrichtung den gleichen Anteil. Andererseits kommen laut „Barmer“ die Kosten für Verpflegung und Unterkunft sowie die Investitionskosten dazu. „Hauptkostentreiber für die Unterbringung im Pflegeheim ist der EEE“, erklärt Brunk. In Mainz beläuft sich der EEE auf 705 Euro und liegt damit über dem rheinland-pfälzischen Durchschnitt von 669 Euro pro Monat.

Laut Brunk ist es nicht immer leicht, eine geeignete Pflegeeinrichtung zu finden. Für die Suche seien nicht nur die Wohnortnähe ein wichtiges Kriterium, sondern auch das Leistungsangebot oder die anfallenden Kosten. „Eine wichtige Hilfe kann der Pflegelotse sein. Über ihn kann man sich Pflegeheime in der Nähe anzeigen lassen und sie zum Beispiel hinsichtlich Größe oder Lage miteinander vergleichen“, so Brunk.

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