Preis für zwei Mainzerinnen bei Jugend forscht

Abfall als Brennstoff? Um zu verhindern, dass weiter Tropenholz als Grillkohle genutzt wird, suchten zwei Mainzer Schülerinnen erfolgreich nach umweltfreundlichen Alternativen. Und wurden dafür nun bei Jugend forscht ausgezeichnet.

Preis für zwei Mainzerinnen bei Jugend forscht

Zum Sommer gehört das Grillen - doch Grillkohle wird oft aus Tropenholz gewonnen, die Abholzung des Regenwalds damit begünstigt. Dass es umwelt- und klimafreundlichere Alternativen gibt, fanden nun die beiden Mainzer Schülerinnen Helena Dillmann und Pauline Fesser heraus.

Dazu starteten die zwei 17-jährigen von der Maria Ward-Schule ein aufwändiges Experiment: Mit einem Messgerät (Kalorimeter) ermittelten sie, welche Reaktionswärme erzeugt wird, wenn sie Pappe, Papier, Laub und Pflaumenkerne verbrennen. Und tatsächlich fanden sie heraus, dass die Kerne genügend Hitze erzeugen. Gemischt mit Laub, entwickelten sie ein leicht entzündbares Material. Fügt man dieser Mischung Mehl oder Speisestärke hinzu, lassen sich gut handhabbare Brickets pressen.

Damit, so die Berechnungen der beiden, erzeugt ihr Brennstoff aus Pflaumenkernen weitaus weniger klimaschädliches Kohlendioxid als herkömmliche Holzkohle.

Am Sonntag wurden Helena Dillmann und Pauline Fesser nun für ihre Forschung ausgezeichnet: In einer feierlichen Online-Preisverleihung erhielten sie bei „Jugend forscht“ den „Preis für eine Arbeit auf dem Gebiet der Umwelttechnik“ in der Kategorie Chemie. Gestiftet wurde der Preis von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt. Das Preisgeld beträgt 1000 Euro.

Hintergrund:

Am Sonntag wurden „Deutschlands beste Nachwuchsforscher“ beim 56. Bundeswettbewerb „Jugend forscht“ ausgezeichnet. Bundesbildungsministerin Anja Karliczek kürte die Bundessieger erstmals in einer Online-Siegerehrung. „Jugend forscht“ ist Deutschlands bekanntester Nachwuchswettbewerb für die Bereiche Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) und richtet sich an Kinder und Jugendliche bis 21 Jahren. Es werden jeweils Geld- und Sachpreise im Wert von mehr als einer Million Euro vergeben.

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