30 Grad in Mainz erwartet – dann Gewitter?

Erst Sonne, dann Hitze und zum Schluss womöglich kräftige Gewitter: Ein Meteorologe erklärt, wie das Wetter über Pfingsten in Mainz wird.

30 Grad in Mainz erwartet – dann Gewitter?

Nach einem wechselhaften Wochenstart stellt sich die Wetterlage im Rhein-Main-Gebiet grundlegend um. Wie Diplom-Meteorologe Dominik Jung von wetter.net auf Anfrage von Merkurist erklärt, baut sich ab Mitte der Woche ein kräftiges Hochdruckgebiet auf, das frühsommerliche Temperaturen nach Mainz bringt.

Der Wetter-Experte rechnet bereits am Mittwoch mit Temperaturen zwischen 22 und 24 Grad. In den darauffolgenden Tagen klettert das Thermometer weiter nach oben: Für Donnerstag werden 25 bis 27 Grad erwartet, am Freitag könnten es bereits bis zu 30 Grad werden.

Erster Hitzetag des Jahres erwartet

Richtig heiß wird es dann am Pfingstwochenende. Laut aktuellen Wettermodellen liegen die Spitzenwerte für Mainz zwischen 29 und 31 Grad. „Damit dürften wir am Pfingstsonntag oder spätestens am Pfingstmontag den ersten heißen Tag des Jahres 2026 erleben“, so Jung. Ein Tag gilt als „heißer Tag“, wenn die Temperatur 30 Grad erreicht oder überschreitet. Damit würde auch der bisherige deutsche Hitzerekord für dieses Jahr von 29,4 Grad (Cottbus, 3. Mai) fallen. Die Region Rhein-Main zählt dabei zu den Top-Kandidaten für die bundesweit höchsten Temperaturen.

Erst vor wenigen Tagen, vom 11. bis 15. Mai, sorgten die Eisheiligen noch für kühle Temperaturen unter 15 Grad. Mit der kalten Polarluft ist nun aber vorerst Schluss.

„Spanish Plume“ bringt Unwettergefahr

Während sich der Pfingstsamstag und -sonntag ideal für Ausflüge ins Freibad oder den Biergarten eignen dürften, steigt zum Ende des Wochenendes die Unwettergefahr. Grund dafür ist eine sogenannte „Spanish Plume“, die sich laut Meteorologe Jung über Spanien und Frankreich aufbaut. Dabei handelt es sich um heiße Luft aus der Subtropik, die viel Energie und auch Saharastaub mit sich bringt.

Trifft diese feucht-heiße Luftmasse auf kühlere Luft in der Höhe, kann es zu kräftigen Hitzegewittern mit Starkregen, Hagel und Sturmböen kommen. Eine erhöhte Unwetterneigung sieht der Experte vor allem für den Pfingstmontag und die Tage danach. Seine Prognose fasst er so zusammen: „Erst kommt die Sonne, dann die Hitze, dann das Gewitter-Finale.“ Am Montag sei es daher ratsam, die Wettervorhersagen genau im Blick zu behalten.