Chaos am Frankfurter Flughafen: Das rät Fraport den Reisenden

Am Flughafen Frankfurt fehlen Tausende Mitarbeiter. Die Folge: Verspätungen, Flugausfälle, Probleme bei der Abfertigung. Wir haben nachgefragt, wann ihr besonders viel Zeit einplanen solltet und was Fraport nun den Reisenden rät.

Chaos am Frankfurter Flughafen: Das rät Fraport den Reisenden

Kurz vor den Sommerferien, der Hauptreisezeit der Deutschen, herrscht am Frankfurter Flughafen das Chaos. Weil Tausende Angestellte fehlen, fallen Flüge aus oder werden verschoben, gibt es bei der Kofferausgabe oft stundenlange Wartezeiten.

Zwei bis drei Monate wird die Situation noch anhalten, teilt Fraport-Vorstandschef Stefan Schulte mit – also genau über die Ferienzeit (wir berichteten). „In Spitzenzeiten kann es zu Wartezeiten in den Terminals und insbesondere bei den Gepäckausgaben kommen“, erklärt Dieter Hulick von der Pressestelle des Fraport nun gegenüber Merkurist. „Das bedauern wir für unsere Gäste hier am Flughafen sehr.“ Denn die Flüge seien ungleichmäßig über den Tag verteilt, es gebe also „ausgeprägte Aufkommensspitzen“.

Suche nach Mitarbeitern in der Gepäck- und Bodenabfertigung

Der Flughafen habe gerade im Bereich Bodenverkehrsdienste die Maßnahmen zur Personalsuche verstärkt. Aktuell suche FraGround vor allem neue Mitarbeiter für die Gepäck- und Bodenabfertigung. „Wir konnten bereits fast 1000 Kolleginnen und Kollegen einstellen“, so Hulick. Doch auch wenn ausreichend Mitarbeiter gefunden seien, werde es noch „einen Moment dauern, bis diese eine spürbare Entlastung bringen“. Denn die behördlichen Prüfungen und Schulungen seien sehr aufwendig und kosten Zeit. Immer wieder springen auch Mitarbeiter etwa aus dem administrativen Bereich ein und übernehmen einfache Tätigkeiten, beispielweise Personalfahrten.

Laut Hulick müsse man in Frankfurt besonders in den frühen Morgenstunden und kurz vor Mittag mit einem hohen Verkehrsaufkommen rechnen. Auch an den Wochenenden ist mehr Betrieb zu erwarten. Häufige Flugplanverschiebungen, bedingt etwa durch Wetter oder einen überfüllten Luftraum, sorge zusätzlich zu einem erhöhten Personalaufwand. Fraport tausche sich mit „allen Partnern und der Politik“ derzeit intensiv aus. Dennoch könne man Wartezeiten in den Terminals auch für die weiteren Sommermonate, insbesondere in den Aufkommensspitzen rund um die Wochenenden, nicht ausschließen, so Hulick.

Das empfiehlt Fraport allen Reisenden:

  • 2,5 Stunden vor Abflug im Terminal sein

  • Den Check-in könnt ihr beschleunigen, indem ihr bis zu 24 Stunden vor Abflug entweder online bei der jeweiligen Fluggesellschaft eincheckt.

  • Gepäck könnt ihr bereits am Vorabend zum Flughafen bringen. Dazu müsst ihr Flugticket und Reisepass mitbringen. Eure Koffer könnt ihr auch an den Automaten vor Ort selbst aufgeben.

  • Möglichst nur ein Handgepäck pro Person mitnehmen

  • Alle erforderlichen Dokumente sollten griffbereit im Handgepäck verstaut sein (z.B. Ausweisdokument, Visum, ggf. Nachweis über aktuellen Corona-Status, also zur Impfung/Genesung/Test, länderspezifische Nachweise).

  • Solltet ihr mit dem Auto anreisen, empfiehlt sich eine vorherige Onlinebuchung des Stellplatzes im Parkhaus. Besser ist die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Zum Abholen und Bringen können die Terminalparkhäuser für einen Euro 30 Minuten lang genutzt werden.

  • Außerdem solltet ihr kurz vorher den Status eures Flugs checken, sowohl für den Hin- als auch den Rückflug. So erfahrt ihr rechtzeitig etwaige Änderungen. Den Flugstatus findet ihr mit der Flugnummer des Flugs oder der Buchungsnummer auf der Webseite der jeweiligen Airline.

  • Es kann gerade im derzeitigem Chaos passieren, dass ein Koffer am Boden zurückbleibt. Für den Notfall solltest du einige wichtige Sachen im Handgepäck mitnehmen, wie Wechselkleidung, Zahnbürste, Schlafsachen und Medikamente (verstaut in einem wiederverschließbaren, durchsichtigen Ein-Liter-Beutel).

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