Fazit zu Kontrollen am Winterhafen

Nachdem die Stadt Mainz in der vergangenen Woche ein härteres Durchgreifen auf der „Partymeile“ am Winterhafen angekündigt hat, ziehen Verwaltung und Polizei nun ein erstes Fazit.

Fazit zu Kontrollen am Winterhafen

Mit Durchsagen und hellen Leuchten versucht die Stadt seit dem Wochenende, den Bereich rund um den Winterhafen ab Mitternacht stärker zu kontrollieren. Feiernde wurden durch Mitarbeiter der Mainzer Polizei und des Ordnungsamts gebeten, die „Partymeile“ zu verlassen. Stadt und Polizei ziehen ein positives Fazit der ersten Kontrollen.

Ab 0:30 Uhr haben das Ordnungsamt und die Polizei die Feiernden mit Lautsprecherdurchsagen gebeten, den Winterhafen zu verlassen. „Die Personen sind der Bitte nachgekommen und haben den Bereich ruhig und friedlich verlassen“, erklärt eine Sprecherin der Polizei Mainz auf Merkurist-Anfrage. Die Polizei sei am Wochenende unterstützend vor Ort gewesen. Vom Ordnungsamt der Stadt Mainz waren an beiden Tagen jeweils fünf Mitarbeiter im Einsatz.

Das Fazit für das vergangenen Wochenende fällt positiv aus: „Viele Personen hatten Verständnis für die neue Maßnahme“, so die Sprecherin. Das bestätigt auch ein Sprecher der Stadt Mainz. „Die Besucher haben überwiegend mit Verständnis reagiert und bis Mitternacht oder kurz danach die Örtlichkeiten verlassen.“ Auch Probleme bei der Durchsetzung habe es nicht gegeben. Insbesondere habe es keine Handlungen der Besucher gegeben, die größere Einsatzmaßnahmen und Mittel erfordert hätten, so der Sprecher.

Wie man an den nächsten Wochenenden weiter verfahren wird, darüber werde gerade noch gesprochen. „Die Ergebnisse des Einsatzes vom Wochenende müssen nunmehr gemeinsam mit der Polizei ausgewertet werden. Im Laufe der Woche wird dann entschieden, wie die Verwaltung am nächsten Wochenende mit der Situation am Winterhafen umgehen wird“, erklärt der Sprecher.

Hintergrund

Nach Beschwerden der Anwohner, aber auch einer stetig steigenden Zahl der Ansammlungen rund um den Winterhafen und das Rheinufer hat die Stadt Mainz in der vergangenen Woche entschieden, härter durchzugreifen (wir berichteten). Ab Mitternacht werden Leuchten des Technischen Hilfswerks aufgestellt und Feiernde mit Lautsprecherdurchsagen darauf hingewiesen, das Gelände zu verlassen. „Der Rhein lädt ein. Diesen Genuss wollen wir niemandem nehmen. An der Rheinfront wohnen aber auch viele Menschen mit ihren Familien, die ein Anrecht auf ein Abebben der Feierlichkeiten am Ufer ab einem verlässlichen Zeitpunkt haben“, erklärt Michael Ebling (SPD). (df)

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