Landtag kehrt ins Mainzer Deutschhaus zurück

Der rheinland-pfälzische Landtag ist wieder an seinen alten Standort zurückgekehrt. Im Deutschhaus am Mainzer Rheinufer fand nun zur Einweihung ein Festakt mit Ministerpräsidentin Malu Dreyer statt.

Landtag kehrt ins Mainzer Deutschhaus zurück

Nach knapp sechs Jahren intensiver und umfangreicher Sanierungsarbeiten ist der rheinland-pfälzische Landtag wieder in sein angestammtes Domizil, das Deutschhaus am Rhein, zurückgekehrt. Ab dem 10. September finden wieder regelmäßige Führungen für die Öffentlichkeit statt. Landtagspräsident Hendrik Hering (SPD) und Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) haben bei einem Festakt zur Einweihung des sanierten Deutschhauses Bedeutung und Werte der Demokratie hervorgehoben.

Erfolgreiches Ende des Bauprojekts

Hering bezeichnete die Wiedereröffnung des Deutschhauses als „ganz besonderen Moment“. Die Architektur habe dem Gebäude neues Leben eingehaucht. Die Geschichte des Hauses bleibe jedoch immer präsent. Bei aller Freude über das erfolgreiche Ende des Bauprojekts falle der Wiedereinzug zugleich in eine Zeit der größten Krisen: der Coronakrise sowie der Hochwasserkatastrophe im Norden von Rheinland-Pfalz. Auch das Deutschhaus sei krisenerprobt und die Wände des historischen Gebäudes hätten „das Ringen um die Demokratie als stumme Beobachter“ miterlebt.

„Unsere Aufgabe als Abgeordnete, als Politiker, aber auch als Bürger muss es sein, für den Erhalt und die Weiterentwicklung unserer Demokratie zu kämpfen, für ihre Institutionen wie Werte und für sie zu begeistern“, betonte Hering. Von großer Bedeutung sei das Deutschhaus auch als Erinnerungsort und Wirkungsstätte des rheinland-pfälzischen Parlaments zugleich. „Lassen Sie uns die Demokratie genauso zukunftsfähig machen wie das erneuerte Landtagsgebäude“, so Hering. Die Demokratie habe sich schließlich insbesondere in Krisen bewährt.

„Moderner Ort der Demokratie“

Ministerpräsidentin Malu Dreyer erklärte, dass „das sanierte Deutschhaus ein attraktiver, moderner und zeitgemäßer Ort der Demokratie“ ist. Sie freue sich, dass das historische Schmuckstück wieder in neuem Glanz erstrahle. „Ich wünsche mir, dass der demokratische Geist, der diesem Hohen Haus historisch und gegenwärtig innewohnt, die Parlamentarier stets begleitet, wenn sie sich mit ganzer Kraft für die Interessen der Bürger und Bürgerinnen unseres Landes einsetzen.“

Der Landtag sei ein Ort, „in dem wir den konstruktiven Streit pflegen und kultivieren und um die besten Lösungen für die Bürger und Bürgerinnen ringen“, so Dreyer. Sie erinnere daran, dass Demokratie niemals selbstverständlich sei. Dieser demokratischen Tradition sei der Landtag verpflichtet: „Demokratie braucht standfeste Demokraten und Demokratinnen, die sich für sie einsetzen“, so die Ministerpräsidentin abschließend.

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