Grüne Oasen in Mainz: An diesen Orten könnt ihr durchatmen

Mainz ist dicht bebaut, dennoch gibt es ein paar grüne Flächen mitten in der Stadt, die zum Erholen, Spazierengehen und Spielen einladen. Wir geben euch eine Übersicht.

Grüne Oasen in Mainz: An diesen Orten könnt ihr durchatmen

Grüne Oasen verteilen sich in Mainz über das ganze Stadtgebiet. Dazu zählen Parks, aber auch Gärten und Friedhöfe. Wir stellen euch einige von ihnen vor.

Volkspark

Auf dem großen Freizeitgelände des Volksparks sind zahlreiche Attraktionen integriert. Für die Kinder gibt es einen Wasserspielplatz und einen Abenteuerspielplatz, zudem eine kleine Eisenbahn, die rund um den Park fährt. Außerdem wurden ein Basketballfeld, Boule- und Rollschuhbahnen angelegt sowie eine Minigolf- und eine Frisbeegolf-Anlage. Auf der großen Wiese kann man picknicken und sich sonnen. Ein Café am Rand hat zudem eine große Außenterrasse.

Stadtpark

Den direkt an den Volkspark angrenzenden Stadtpark erreicht man leicht vom Rheinufer aus, von der Oberstadt und der Altstadt. In der historischen Landschaftsparkanlage mit dem teilweise sehr altem Baumbestand sind zum Beispiel ein Rosengarten, ein Flamingoweiher und ein Vogelhaus integriert. Bekannt ist er auch durch den dort - eigentlich - jährlich stattfindenden Weinmarkt Ende August und Anfang September.

Zitadelle

Vor allem der Graben rund um den ehemaligen Festungsbau ist sehenswert. Hier wachsen alte Bäume und leben über 450 verschiedene Tier- und Pflanzenarten. Einige Flächen im Graben werden ehrenamtlich durch den NABU Mainz und Umgebung gepflegt. „Aufgrund der hohen Strukturvielfalt auf kleinstem Raum ist der Grünbestand im Graben und auf den Wällen der Mainzer Zitadelle ein Rückzugsort für viele Pflanzen und Tiere – darunter einige Rote-Liste-Arten – mitten in der Stadt“, heißt es von Seiten des NABU.

Damit zählt der Zitadellengraben nicht nur als „grüne Lunge“, sondern sogar als das wichtigste Biotop in der Mainzer Innenstadt.

Botanischer Garten der JGU

Der wissenschaftliche Garten der Johannes Gutenberg-Universität (JGU) zeigt ein breites Spektrum an Pflanzen aus aller Welt. Regional setzt er sich für die Bewahrung der seltenen Pflanzen von Rheinland-Pfalz ein. Schwerpunkte bilden die verschiedenen Blütenpflanzen, Gehölze der gemäßigten Zone der Nordhemisphäre, Kalthauspflanzen der mediterranen Klimazonen und der Südhemisphäre sowie tropische und subtropische Nutzpflanzen. Der in den vergangenen Jahren entstandene Themenbereich „Steppengebiete Europas“ beinhaltet unter anderem eine Nachbildung der Flora im Mainzer Sand. Der Botanische Garten befindet sich auf dem Campus der JGU und ist täglich zwischen 8 und 18 Uhr öffentlich zugänglich.

Hartenbergpark

Wasserspielplatz, Liegewiese und Grillflächen, Minigolf und Spielplatz: Das alles findet sich im Hartenbergpark. Daher ist der große Park in Hartenberg-Münchfeld vor allem bei Familien beliebt. Ruhe hat man auf den Waldwegen am Rand. Außerdem gibt es eine Aussichtsplattform in Richtung Nordwesten. Der Hartenbergpark befindet sich zwischen der Wallstraße, Am Judensand und Am Lungenberg.

Wallgrünanlagen

Südwestlich des Stadtparks bis hin zum Hauptbahnhof erstrecken sich die Wallgrünanlagen, als Grüngürtel der Innenstadt. Geschaffen wurden sie bereits 1857 als Promenadenweg, der damals rund um die Altstadt führte, angelegt auf dem Halbkreis der Bastionen und Gräben der Festungsstadt. Bei einem Spaziergang lassen sich also auch die ehemaligen Mainzer Wallanlagen erkunden.

Wildpark Gonsenheim

Im Mainzer Wildpark leben derzeit 14 verschiedene Arten und rund 130 Tiere. In teils großen Freigehegen gibt es Rot-, Dam-, Muffel- oder Schwarzwild, zudem Wildkatzen, Waschbären, Frettchen und Geflügel. Einige von ihnen stehen auf der Roten Liste der gefährdeten Haustierrassen. Der Wildpark in Gonsenheim ist als Rundweg gestaltet und kann uneingeschränkt und kostenlos besucht werden. Zum Wildpark gehört auch eine Greifvogelauffangstation, wo verletzte heimische Greifvögel abgegeben werden können. Er grenzt direkt an das Naturschutzgebiet Lennebergwald.

Hauptfriedhof

20 Hektar groß ist das Gebiet des größten Mainzer Friedhofs. Er befindet sich gegenüber des Eingangs der Johannes Gutenberg-Universität, zwischen Saarstraße und Unterer Zahlbacher Straße. Auf ihm gibt es alte Bäume, prachtvolle Alleen und zahlreiche Tiere, darunter Waldkäuze, Fledermäuse und Pirole.

Aufgrund seines hohen historischen Werts, der kunstvollen Grabdenkmäler und aufwändigen Gruftanlagen wurde er 2012 zum drittschönsten Friedhof Deutschlands gekürt. So zählt etwa das Aureustor zu einem der ältesten Friedhofstore. Angelegt wurde der Friedhof 1803 von einem französischen Verwaltungsbeamten (Präfekt). Zahlreiche Mainzer Prominente haben hier ihre letzte Ruhestätte gefunden, darunter Jockel Fuchs, Eduard Kreyßig oder Auguste Arens von Braunrasch.

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