Ärger um Parksituation im Schlesischen Viertel

Zugeparkte Autos und fehlende Parkmöglichkeiten: Die Parksituation im Schlesischen Viertel sorgt bei Anwohnern immer wieder für Ärger. Sie beklagen, dass Mitarbeiter der umliegenden Unternehmen dort parken - obwohl dies zum Teil nicht erlaubt ist.

Ärger um Parksituation im Schlesischen Viertel

Die Parksituation im Schlesischen Viertel sorgt schon seit einigen Jahren für Diskussionen. Durch die Nähe zur Uni und der Unimedizin ist die Parksituation angespannt. Das sorgt vor allem bei Anwohnern für Ärger. Auch Merkurist-Leser Paul beschäftigt das Thema. Er schreibt in seinem Snip: „Schlesisches Viertel wird täglich von Uni Mitarbeitern zugeparkt trotz Durchfahrt verboten. Kontrolle? Anwohnerparken?“ Es stellt sich die Frage, was die Stadt hier verändern kann.

Der Stadt, aber auch Oberstadt-Ortsvorsteher Daniel Köbler (Grüne), ist die Problematik bekannt. „Die angespannte Parkplatz-Situation ist schon länger ein Thema. Viele Anwohner beschweren sich, auch, weil das Durchfahrtsverbot nicht immer eingehalten wird. Gerade durch die Uni und die Unimedizin entsteht ein hoher Parkdruck, das ist nicht nur im Schlesischen Viertel, sondern auch in Zahlbach so“, sagt Köbler. Als eine mögliche Lösung wurde die Einführung des Anwohnerparkens diskutiert - dies ist allerdings an Voraussetzungen gebunden.

Bewohnerparken als Lösung?

„Die Verwaltung steht der Einführung von Bewohnerparkgebieten grundsätzlich positiv gegenüber. Allerdings ist die Stadtverwaltung dabei an die deutschlandweit geltenden Vorschriften der Straßenverkehrsordnung (StVO) gebunden“, erklärt Marc-Andre Glöckner, Pressesprecher der Stadt Mainz. „Diese fordert insbesondere einen Mangel an privaten Stellplätzen, Überlastung des öffentlichen Parkraums und mehr als 50 Prozent ortsfremde Parker. Wenn nicht alle dieser Kriterien erfüllt sind, kann die Verwaltung kein Bewohnerparkgebiet einführen. Dies ist leider im Schlesischen Viertel der Fall.“

Zudem müsse nach den geltenden Vorschriften der StVO ein erheblicher Parkdruck vorliegen. Dazu habe die Stadt in den Jahren 2011 und 2015 Parkraumerhebungen vor Ort durchgeführt. „Die Untersuchungen zeigen, dass die Einführung eines Bewohnerparkgebietes nicht möglich ist“, erklärt der Pressesprecher weiter. Dennoch sei 2015 erkennbar gewesen, dass der nordwestliche Teil des Schlesischen Viertels im Verhältnis stärker durch ruhenden Verkehr belastet war - deshalb habe man eine Lösung für den ruhenden Verkehr als Alternative zum Bewohnerparken erarbeitet. „Diese wurde der Bürgerschaft bei einer Informationsveranstaltung im April 2016 vorgestellt und mit ihr diskutiert.“ Die Bürgerversammlung lehnte den Vorschlag damals allerdings ab.

Problem besteht weiter

An der angespannten Parksituation hat sich deshalb bisher nicht viel verändert. Das berichten auch Merkurist-Leser. So schreibt Erika:

Daniel Köbler ist für Gespräche mit den Anwohnern offen: „Wenn die Anwohner das also wünschen, würden wir uns darum kümmern. Die Diskussionen gab es jedenfalls und ich bin da sehr offen. Auch eine stärkere Kontrolle des Verkehrsraums wird gewollt. Ich habe den Eindruck, die Verwaltung hat da ein offenes Ohr.“ (pk)

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