Was es mit den „Impf-Lotsen“ in der Mainzer Neustadt auf sich hat

Um Unentschlossene zu überzeugen, sich doch noch impfen zu lassen, sind ab jetzt Impf-Lotsen in Mainz unterwegs. Auf welchen Stadtteilen aktuell der Fokus liegt.

Was es mit den „Impf-Lotsen“ in der Mainzer Neustadt auf sich hat

„Entschuldigen Sie, sind Sie schon gegen Corona geimpft?“ Mit dieser Frage könnten ab jetzt einige Bürger in bestimmten Mainzer Stadtteilen konfrontiert werden. Denn die Landesregierung rüstet nun weiter auf, um die Impfmüden in der Bevölkerung aufzurütteln. Insgesamt acht sogenannte Impf-Lotsen sind jetzt in Mainz im Einsatz, um über die Impfung aufzuklären, den Menschen die Angst vor dem Pieks zu nehmen und über Impf-Angebote zu informieren.

Diese Stadtteile stehen jetzt im Fokus

Momentan sollen die Impf-Lotsen vor allem in den Gegenden tätig werden, in denen eine noch nicht so hohe Impfbereitschaft vermutet wird. Wie die Sprecherin der Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz (LZG) gegenüber Merkurist sagt, lege die Stadt fest, in welche Viertel die Lotsen geschickt werden. In Mainz seien es momentan die Neustadt sowie Mombach und Finthen. In der nächsten Woche könnten es dann andere Stadtteile sein.

Aufgabe der Lotsen sei es, Menschen gezielt anzusprechen, um zu erfahren, weshalb sie noch nicht geimpft sind. Bedenken gegen die Impfung und auch Ängste sollen dabei durch eine umfassende Beratung ausgeräumt werden, so die LZG-Sprecherin. Viele, die bisher noch nicht geimpft sind, seien keinesfalls Verschwörungstheoretiker oder Impfgegner. Vielmehr fehle manchem noch der „letzte Kick“, sich impfen zu lassen. Diesen auszulösen, darum bemühten sich die Impf-Lotsen dann.

Malteser Mainz koordinieren Impf-Lotsen

Die Impf-Lotsen sind Teil eines Fünf-Punkte-Plans der Landesregierung, der bereits im letzten Jahr im Zusammenhang mit steigenden Coronazahlen vorgestellt wurde. In Mainz werden die Lotsen von den Maltesern koordiniert. Wie der Leiter des Migrationsbüros der Malteser Behrouz Asadi gegenüber Merkurist sagt, würden die Lotsen umfassend geschult und hätten „multikulturelle Kompetenzen“. Das bedeutet, dass die Lotsen viele Sprachen sprechen würden, um beispielsweise auch mit Menschen mit Migrationshintergrund in Dialog treten zu können.

Denn das wichtigste sei der persönliche Kontakt. „Den Leuten einfach einen Flyer in die Hand zu drücken, lohnt sich überhaupt nicht“, sagt Asadi. Gerade bei Leuten mit Migrationshintergrund merke man, dass es noch besonders viele Bedenken gegen eine Impfung gibt. Hier sei es besonders wichtig, den Menschen im persönlichen Gespräch zu begegen. Meist seien die Lotsen dann in den Gegenden unterwegs, in denen auch mobile Impf-Teams oder Impf-Busse unterwegs seien beziehungsweise Station machten, so Asadi. Hier sei es Aufgabe der Lotsen, die Bürger auf diese Angebote hinzuweisen und sie davon zu überzeugen, dass eine Impfung der richtig Schritt sei, um sich vor Corona zu schützen.

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