Warum die Mainzer vorerst auf den digitalen Impfausweis warten müsen

Wer nachweisen muss, dass er komplett geimpft ist, der braucht jetzt dafür nicht mehr zwingend sein gelbes Impf-Heftchen. Nun ist es auch möglich, seinen Impfnachweis digital vorzulegen. Doch das könnte in Mainz noch etwas dauern.

Warum die Mainzer vorerst auf den digitalen Impfausweis warten müsen

Er soll den herkömmlichen gelben Impfpass aus Papier ergänzen und den Geimpften wieder mehr Freiheiten schenken - die Rede ist vom digitalen Impfausweis. Am Donnerstag wurde er nun bundesweit eingeführt. Trotzdem müssen die Mainzer, beziehungsweise die Rheinland-Pfälzer, eventuell noch etwas auf den digitalen Impfpass warten. Denn an einer Stelle hakt es noch.

Start verschiebt sich

Bisher hat es der Bund noch nicht geschafft, die dafür nötigen IT-Strukturen zur Verfügung zu stellen. Gesundheitsminister Clemens Hoch (SPD) zeigt sich jedoch zuversichtlich. „Wir sind gut vorbereitet und stehen in den Startlöchern. Sobald der Bund die technischen Voraussetzungen bereit stellt, ermöglichen wir den Rheinland-Pfälzern, die sich in den Impfzentren impfen lassen, selbstverständlich und automatisch diese Option. Sie müssen dafür nicht selbst aktiv werden.“ Die Menschen, die noch ihre Impfungen in den Impfzentren erhalten, würden dann beim „Auschecken“ aus dem Impfzentrum sowohl einen Ausdruck erhalten können, als auch einen QR-Code per Mail zugesandt bekommen. Der Code könne dann in die Corona-Warn-App oder die digitale Impfpass-App „CovPass“ eingelesen werden. Wer die Corona-Warn-App schon hat, kann sie einfach aktualisieren und die Funktion wird freigeschaltet. Auch Nachweise über eine Genesung von Covid-19 oder negative Testergebnisse könnten mit der App angezeigt werden.

Die Menschen, die bereits ihre Impfungen im Impfzentrum erhalten haben, bekommen automatisch ihren QR-Code per Post und – wenn möglich – per E-Mail. Wann Ausdruck und Versand starten können, ist jedoch noch nicht final geklärt. „Menschen, die über die 32 Landesimpfzentren geimpft wurden, brauchen also nichts weiter zu veranlassen. Diejenigen, die ihre Impfung bei einem Hausarzt erhalten haben, müssen sich für den digitalen Impfpass auch wieder an den Hausarzt wenden“, sagt Hoch. Trotz der Ankündigung des Bundes seien aber noch nicht alle technischen Fragen geklärt. Einen genauen Zeitplan und Informationen werde er danach schnellstmöglich bekannt geben, so der Gesundheitsminister.

Wie steht es um den Impffortschritt?

Mit dem Impfen allgemein gehe es jedoch gut voran, so der Minister. Rund eine Million Rheinland-Pfälzer seien zweimal gegen Corona geimpft. Damit hat bereits rund ein Viertel der Bevölkerung den kompletten Impfschutz. Mit zusätzlichen rund 1,8 Millionen Erstimpfungen komme Rheinland-Pfalz damit insgesamt auf gut 2,8 Millionen Coronaschutz-Impfungen. Klar sei aber auch, dass noch mehr und noch schneller geimpft werden könnte, wenn der Bund mehr Impfstoff liefern würde, so Hoch.

Wie Landesimpfkoordinator Daniel Stich sagt, sei man zudem auf dem Weg, den registrierten Personen möglichst schnell einen Termin anzubieten. So warteten aktuell in der Priogruppe 1 noch 42 Personen auf einen Termin, in der Priogruppe 2 331 Personen und in der Priogruppe 3 noch rund 195.000 Personen, zudem hätten rund 140.000 in dieser Gruppe jetzt einen Termin (Stand 10.Juni).

Dazu sagte Gesundheitsminister Hoch noch abschließend: „Die Zahlen zeigen, wie gut und stabil unsere gemeinsame Impfkampagne in Rheinland-Pfalz läuft. So sind wir auf dem Weg in einen Sommer, in dem wieder deutlich mehr möglich ist und möglich sein wird.“

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