Verwirrung um Maskenpflicht am Mainzer Wildpark

In Mainz sind die Orte, an denen man in der Öffentlichkeit noch Maske tragen muss, inzwischen überschaubar. Doch welche Regelung gilt für den Besuch des Wildparks in Gonsenheim?

Verwirrung um Maskenpflicht am Mainzer Wildpark

Vor einer Woche hat die Stadt Mainz die bei vielen umstrittene Maskenpflicht am Rheinufer abgeschafft (wir berichteten). Die Stadt teilte in der letzten Woche aber auch mit, dass die Maskenpflicht weiterhin in der Innenstadt bestehen bleibt. Aufgrund der stärkeren Frequentierung in den Fußgängerzonen der Altstadt sowie auf dem Bahnhofsvorplatz gilt sie nach wie vor von 8 bis 18 Uhr an allen Tagen außer an Sonn- und Feiertagen.

Was der Wildpark angibt

Doch wie sieht es nun aktuell im Gonsenheimer Wildpark aus, der besonders von jungen Familien stark frequentiert ist? Leser Dettmar jedenfalls ist verwundert. „Obwohl es seit Mittwoch (2. Juni) vielerlei Lockerungen gibt (z.B. am Rheinufer), hängen am Gonsenheimer Wildpark immer noch Plakate, die auf die Maskenpflicht hinweisen.“ Dettmar stellt nun die Frage: „Warum gilt am Wildpark noch die Maskenpflicht?“

Schaut man auf die Internetseite des Gonsenheimer Wildparks, so ist dort zu lesen, dass die Öffnung und der uneingeschränkte Besuch des Wildparks nur möglich sei, wenn die Besucher auf dem gesamten Gelände die Verhaltens- und Hygieneregeln einhalten. Und weiter: „Unsere Bitte: Tragen Sie eine Behelfsmaske vor Mund und Nase (insbesondere am Futterautomaten und im Kleintiergehegebereich)“.

Doch was ist nun tatsächlich Sache, besteht dort nun eine Maskenpflicht oder nicht? Dazu stellt Stadtsprecher Marc André Glöckner klar: „Eine Maskenpflicht im öffentlichen Bereich gibt es nur in den Fußgängerzonen der Innenstadt.“ Die Bürger würden im Wildpark gebeten, dort wo die Mindestabstände nicht eingehalten werden können, oder wo es zu Menschenansammlungen kommt, eine Maske zu tragen.

Bei dem von Leser Dettmar beschriebenen Plakat könnte es sich um eines von insgesamt 100 in der Stadt installierten Plakaten handeln, die vom Büro für Migration und Integration aufgehängt wurden. Diese weisen in mehreren Sprachen auf die Verhaltensregeln hin und sollen als eine Art Appell zu verstehen sein - nicht aber als Pflicht (wir berichteten).

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