Sport während Ausgangssperre: Was ist erlaubt?

Zwischen 22 und 5 Uhr dürfen Mainzer seit Samstag nicht mehr ihre Wohnung verlassen. Ausnahmen bilden wie auch schon zuletzt „triftige Gründe“. Doch auch Sport darf bis Mitternacht getrieben werden. Was erlaubt ist.

Sport während Ausgangssperre: Was ist erlaubt?

Gerade einmal eine Woche hat es gedauert, bis Mainz erneut eine nächtliche Ausgangssperre bekommen hat. Nachdem die Stadt beschlossen hatte (15. April), die Ausgangssperre aufgrund eines Gerichtsurteils auszusetzen (wir berichteten), gilt seit Samstag (24. April) nun die Bundesnotbremse, die auch eine einheitliche deutschlandweite Ausgangsbeschränkung von 22 Uhr bis 5 Uhr mit sich bringt. Ähnlich wie bei der zuletzt geltenden Ausgangssperre darf man das Haus nur verlassen, wenn man einen guten Grund hat – also etwa zur Arbeit geht, medizinische Hilfe braucht oder den Hund ausführen muss.

Das sagt das Gesetz

Ebenfalls nach 22 Uhr draußen aufhalten darf man sich, um „Sport“ zu machen. Bis Mitternacht ist es nun erlaubt, sich sportlich zu betätigen. So ist Joggen oder Spazierengehen gestattet. Allerdings nur alleine und ohne Lauf- beziehungsweise (Ehe-)Partner. Doch wie verhält es sich mit anderen sportlichen Betätigungen, sind diese komplett untersagt?

Der „Corona-Kommunikationsstab“ des Landes Rheinland-Pfalz teilt auf Anfrage dazu mit, dass der Wortlaut des Gesetzes zumindest Sport auf Sportanlagen ausschließe. Dies wird auch von der Pressestelle der Stadt Mainz bestätigt. Demnach ist es jedoch zumindest nach 22 Uhr erlaubt, einen Trimm-Dich-Pfad im Wald zu benutzen. Nicht erlaubt sei hingegen die Nutzung von „Freisportanlagen“ – auch nicht die alleinige - nach 22 Uhr. Somit ist also beispielsweise das Körbewerfen auf einer öffentlichen Basketball-Anlage nicht gestattet.

Welche Regelungen bezüglich der „Bundesnotbremse“ noch gelten, erfahrt ihr hier. In diesem Zusammenhang weist die Polizei Mainz darauf hin, dass Bürger bitte nicht die Nummer des Notrufs dazu nutzen sollen, um sich von den Beamten die Auslegung der neuen, seit Samstag geltenden Regelungen erklären zu lassen. Dies sei bereits mehrfach geschehen, so ein Polizeisprecher. Die Notrufnummer soll nur in absolut dringenden Fällen also Notfällen gewählt werden.

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