Panne: Corona-Entwarnung offenbar aus Versehen verkündet

Rund zehn Millionen App-Nutzer hatten Entwarnung erhalten

Panne: Corona-Entwarnung offenbar aus Versehen verkündet

Wirbel um eine Mitteilung des Bundesamtes für Bevölkerungshilfe und Katastrophenschutz (BBK). Am Freitagvormittag hatte das Bundesamt auf seiner Website Corona-Entwarnung gegeben, rund zehn Millionen Nutzer der Warn-App „NINA“ hatten die Corona-Entwarnung sogar per Push-Mitteilung auf ihre Handys bekommen (wir berichteten). Die „NINA“-App vom Bundesamt für Bevölkerungshilfe und Katastrophenschutz warnt und entwarnt Bürger beispielsweise bei Großbränden oder größeren Naturkatastrophen. Rund zweieinhalb Jahre nach Beginn der Corona-Pandemie gab es nun zunächst offiziell eine Corona-Entwarnung der Bundesregierung.

Doch wie die „Bild“ nun berichtet, war die Entwarnung offenbar nur ein Versehen. Demnach sagte ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums zu Bild: „Das Bundesministerium für Gesundheit hat diese Meldung nicht versendet.“ Es habe sich stattdessen um eine Aktualisierung gehandelt, in der Entwarnung noch keine Rolle spielen sollte. Dass die Entwarnung trotzdem angezeigt wurde, habe viel mehr technische Gründe, heißt es aus dem Gesundheitsministerium gegenüber Bild.

Aktualisiert werden sollte die Warnung in der App, weil Deutschland dort flächenmäßig rot gewesen sei und die bereits 2020 ausgesprochene Corona-Warnung andere Warnungen in der App überlagere. Weder für das Gesundheitsministerium noch für das Robert-Koch-Institut oder das BBK habe sich die Einschätzung der Coronalage verändert, erklärte ein Sprecher weiter gegenüber Bild.

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