Neue Corona-Verordnung: Das gilt jetzt bei Großveranstaltungen

Regelungen für Fastnacht, Weihnachtsmärkte und Fußballstadien in Rheinland-Pfalz festgelegt

Neue Corona-Verordnung: Das gilt jetzt bei Großveranstaltungen

Welche Regeln in Zeiten von Corona demnächst für Großveranstaltungen gelten, das hat Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) am Freitagnachmittag auf einer Pressekonferenz bekannt gegeben. Besonders im Fokus bei der Präsentation der 11. Coronabekämpfungsverordnung standen die Fastnacht und Weihnachtsmärkte. Die neue Verordnung tritt zum 16. September in Kraft.

Feste und Märkte

Wie Dreyer sagte, sollen Großveranstaltungen, bei denen keine Kontaktnachverfolgung möglich ist, auch weiterhin untersagt bleiben. Dennoch werde auch die klassische Saalfastnacht als solche nicht stattfinden können. Mit Blick auf die Sitzungskampagne sei nicht vorstellbar, dass Menschen vier bis sechs Stunden auf engstem Raum gemeinsam singen und schunkeln. Auch andere närrische Großveranstaltungen werden nicht möglich sein. Dies bedeute aber nicht das Aus für den Auftakt der 5. Jahreszeit am 11.11., so Dreyer. Dieser kann unter Einhaltung der bestehenden Corona-Regeln für Veranstaltungen durchgeführt werden.

Etwas anders sieht es bei den Weihnachtsmärkten aus. Diese sollen entweder stark entzerrt oder zugangsbeschränkt sein. So könne es zum Beispiel kleine „Weihnachtsdörfer“ geben, bei denen die Kontaktdaten der Besucher erfasst würden und eine Personenbegrenzung festgelegt werde. Denkbar seien auch „Weihnachtsstädte“, bei der dann alle Buden und Stände weit über die Stadt verteilt sein müssten, so Dreyer. Dies müssten die Kommunen dann von Fall zu Fall selbst entscheiden.

Andere Großveranstaltungen

Für Veranstaltungen in geschlossenen Räumen gilt ab 16. September eine neue Obergrenze von 250 Personen, bisher lag sie bei 150. Bei Veranstaltungen im Freien sind dann 500 statt 350 Personen erlaubt. Die geltenden Hygienemaßnahmen müssen dabei stets eingehalten werden.

Findet eine Veranstaltung mit einer festen Bestuhlung oder einem festen Sitzplan statt, reicht es für den Abstand, wenn jeweils ein Platz frei bleibt. Dies sei eine Erleichterung für Kultur, Kirchen und Kinos, so Dreyer. Bei größeren Veranstaltungen mit festen Platz-, Tribünen- oder Saalkapazitäten können bei Vorlage eines gesonderten Hygienekonzepts Ausnahmen bis zu einer Regelgrenze von 10 Prozent der Platzkapazitäten gemacht werden. So müssen beispielsweise Fußballspiele nicht mehr vor leeren Rängen ausgetragen werden.

Kontrolltag von Ordnungsamt und Polizei am 7. Oktober

Weil dem Mund-Nasenschutz in der Prävention eine so große Bedeutung zukommt, hat die Landesregierung zuletzt das Bußgeld erhöht. Wer gegen die Maskenpflicht im öffentlichen Personen-Nahverkehr oder im Einzelhandel verstößt, muss 50 Euro Bußgeld zahlen. Um der Tragepflicht Nachdruck zu verleihen, werden nun am 7. Oktober Ordnungsämter und Polizei bei einem Kontrolltag die Einhaltung der Maskenpflicht im ganzen Land überwachen. Dabei soll es eine gesunde Mischung zwischen Sensibilisierung und Ahndung von Verstößen geben. Polizei und kommunale Vollzugsdienste werden gemeinsam vorgehen. Das Polizeipräsidium Rheinpfalz wird die landesweite Koordinierung des Kontrolltages übernehmen. (mo/js)

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