Neue Corona-Beschlüsse: Diese Regeln gelten in Rheinland-Pfalz

Ministerpräsidentin tritt vor die Presse

Neue Corona-Beschlüsse: Diese Regeln gelten in Rheinland-Pfalz

Nach dem Treffen von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und den Ministerpräsidenten der Bundesländer am Nachmittag ist die rheinland-pfälzische Landesschefin Malu Dreyer (SPD) am frühen Freitagabend vor die Presse getreten. Dabei erörterte sie, was die neuen Corona-Beschlüsse für konkrete Auswirkungen in Rheinland-Pfalz haben werden.

Die Ministerpräsidentin begrüßte es, dass die in Rheinland-Pfalz bereits geltende 2G-plus-Regelung in der Gastronomie nun in allen Ländern umgesetzt werde. Das bedeutet Zutritt nur für Geimpfte und Genesene mit aktuellem negativen Test sowie für Geboosterte nach einer Auffrischungsimpfung.

Neue Quarantäne-Regeln

Zudem sollen künftig neue Quarantäne-Regeln gelten: So sollen die Kontaktpersonen, die eine Auffrischungsimpfung vorweisen, von der Quarantäne ausgenommen werden. Das gilt auch für vergleichbare Gruppen (frisch Geimpfte und Genesene etc.). Für alle Übrigen endet die Quarantäne in der Regel nach zehn Tagen. Sie können sich zudem nach einer nachgewiesenen Infektion oder als Kontaktperson nach sieben Tagen durch einen PCR- oder zertifizierten Antigen-Schnelltest „freitesten“ (mit Nachweis). Bisher gilt für Kontaktpersonen einer mit der Omikron-Virusvariante infizierten Person eine strikte Quarantäne von 14 Tagen, die nicht durch einen negativen Test vorzeitig beendet werden kann.

Um besonders gefährdete Personen in Krankenhäusern oder Pflegeeinrichtungen zu schützen, kann die Isolation für die Beschäftigten in diesen Einrichtungen nach der Infektion nach sieben Tagen durch einen PCR-Test beendet werden, wenn die Betroffenen zuvor 48 Stunden symptomfrei waren. Für Schüler und Kinder in der Kinderbetreuung kann die Quarantäne als Kontaktperson bereits nach fünf Tagen durch einen PCR- oder Antigenschnelltest beendet werden, da sie regelmäßig getestet werden. Ausnahmen von der Quarantäne sind möglich bei bestehendem hohen Schutzniveau (etwa tägliche Testungen, Maskenpflicht etc.).

Die Anpassung der Quarantäneregelungen sei vertretbar, weil die Infektionen mit der Omikron-Variante auch nach Meinung des Expertenrates der Bundesregierung einen milderen Krankheitsverlauf zeigten. „Die Bürger und Bürgerinnen sollen darauf vertrauen können, dass nicht das ganze Land gleichzeitig in Isolation geht und die Einrichtungen der kritischen Infrastruktur schlimmstenfalls wegen Personalausfällen nicht funktionsfähig sind“, so Dreyer. Die Ministerpräsidentin appellierte an die Bürger, vermehrt FFP2-Masken statt der „normalen“ medizinischen Masken zu tragen. Diese böten nach Ansicht von Experten einen noch besseren Schutz.

Kontaktbeschränkungen bleiben

Keine Veränderungen gibt es bei den geltenden Kontaktregelungen: Geimpfte und Genesene dürfen sich derzeit insgesamt zu zehnt treffen. Nicht-Geimpfte und Nicht-Genesene dürfen sich höchstens mit zwei Personen eines weiteren Haushaltes treffen. Clubs und Diskotheken in Innenräumen blieben weiterhin geschlossen, Tanzveranstaltungen blieben verboten.

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