Mainzer Gastronomen bereiten sich auf den Corona-Winter vor

Trotz frostigen Aussichten und Einschränkungen durch das Coronavirus wollen die Gaststätten und Restaurants weiterhin mit gemütlichen Außenbereichen die Besucher locken.

Mainzer Gastronomen bereiten sich auf den Corona-Winter vor

Vor einigen Wochen hatte die Stadt Mainz den ansässigen Gastronomen weitere Unterstützung für die kalte Jahreszeit zugesichert. Denn diese hatten schon seit dem Frühjahr mit den Folgen des Coronavirus zu kämpfen. Nach einem bisher turbulenten Jahr mit Schließungen und strengen Auflagen, dürfen unter Anderem die Außenbereiche auch für den kommenden Winter ohne weitere Kosten erhalten bleiben. Die einzelnen Betriebe können sich weiterhin mit eigenen Vorschlägen an eine von der Stadt eingerichtete Mailadresse wenden (wir berichteten).

Die individuelle Planung barg allerdings auch Herausforderungen, denn wichtig war unter anderem die Einhaltung des Brandschutzes und der Rettungswege, die im Laufe der kommenden Wochen vom Ordnungsamt geprüft werden. Denn die von der Stadt genehmigten Zelte und Pavillons müssen für jeden Außenbereich eigens abgenommen werden.

Trotz dessen haben sich die Gastronomie-Betreiber das Ein oder Andere einfallen lassen. Bereits über 20 Betriebe haben sich mit einer Konzeptidee an die Stadt Mainz gewandt, wie Stadpressesprecher Ralf Peterhanwahr auf Anfrage von Merkurist erklärt.

Mit kreativen Ideen gegen die Kälte

Von Festbauten am Rheinufer über Zelte vor dem Geschäft bis hin zu Schirmen mit einem breiten Ausleger - alle Inhaber waren sich einig: Trocken zu sitzen sei das A und O, wie Astrid Michel vom Weinhaus Michel sagt. Dort wurden beispielsweise Schirme und zusätzlich Trennwände mit den unterschiedlichsten Weinbergs-Motiven errichtet. Die dienen nicht nur als Hingucker für die Besucher, sondern auch als Witterungs- und Trennschutz.

Zusätzlich soll aber auch verhindert werden, dass die Besucher bei den kälteren Temperaturen frieren. Auch dafür hat das Weinhaus Michel eine kreative Lösung gefunden. Denn sie bieten ihren Gästen eine Wärmflasche mit einem eigenen Bezug an, der nach jedem Wechsel gewaschen wird. Zudem werden auch Decken angeboten, die ebenfalls für jeden Gast neu ausgelegt werden.

Im Aposto direkt gegenüber vom Staatstheater gibt es bereits seit einigen Jahren Infrarot-Strahler, die auf Knopfdruck für sieben Minuten Wärme spenden. Aber auch normale Heizpilze sind eine bekannte Alternative um den Gästen draußen ein gemütliches Ambiente bieten zu können.

Nicht nur Trennwände dienen dazu, den Sicherheitsabstand zwischen den Tischen wahren zu können. Auch dafür haben sich einige Mainzer Gastro-Unternehmer etwas einfallen lassen. So dienen im LeBonBon in der Altstadt Plüschtiere als Platzhalter im Innenraum zwischen den einzelnen Tischen. Veli Ivecen, einer der Inhaber des LeBonBon, zieht bisher ein positives Zwischenfazit. Das Angebot komme bei den Besuchern des Restaurants gut an und auch das Ambiente vor der Tür stieße bisher auf Zuspruch. (pk)

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