Kommt das „24/7“-Impfen gegen Corona?

Mit dem Impfen geht es mittlerweile zwar konstant voran, doch im internationalen Vergleich schneidet Deutschland eher mäßig ab. Ähnlich sieht es für Rheinland-Pfalz im Bundes-Ranking aus. Abhilfe schaffen könnte das Impfen rund um die Uhr.

Kommt das „24/7“-Impfen gegen Corona?

Impfen, was das Zeug hält: 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche - das ist sicherlich die Wunschvorstellung vieler, die unbedingt gegen das Coronavirus geimpft werden wollen, um möglichst schnell wieder ein normales Leben zurückzubekommen. Ein Vorbild, was diese Impfstrategie angeht, ist Israel. Das Land mit rund neun Millionen Einwohnern erwarb sich zuletzt den Titel des Impf-Weltmeisters. Durch das Impfen ohne Pause haben die Israelis mittlerweile Quoten erreicht, von denen man in Deutschland nur träumen kann.

System-Umstellung geplant?

Auch in Rheinland-Pfalz ist der Impf-Fortschritt noch ausbaufähig. Laut Impf-Dashboard liegt die Zahl der Erst-Impfungen bei 26,7 Prozent, was im Bundesländer-Ranking den neunten Platz bedeutet. Bei den vollständig geimpften Personen (8,1 Prozent) rangiert Rheinland-Pfalz deutschlandweit aktuell auf Position sieben. Leserin Ma sieht hier Verbesserungsbedarf. So weist sie darauf hin, dass das Impfzentrum in Ingelheim von Montag bis Sonntag von 7 bis 22 Uhr geöffnet ist, während das Zentrum in der Stadt Mainz von Montag bis Samstag „nur“ von 8 bis 17:30 Uhr offen hat. Doch wären Impftermine rund um die Uhr an sieben Tagen in der Woche überhaupt realisierbar?

Zuständig für das Impfen in Rheinland-Pfalz ist das Gesundheitsministerium. Dort erklärt man auf Anfrage, dass es beim Impfen weiterhin hakt. „Der limitierende Faktor ist hier noch immer der Impfstoff“, so ein Sprecher. Rheinland-Pfalz arbeite mit einem rollierenden System. Das bedeutet: Die Planung erfolge auf Basis der fest zugesagten Mengen an Impfstoff durch den Bund. Jede gelieferte Dose sei jedoch direkt mit einem Termin belegt. Doch es soll weiter vorangehen. „Durch die Einbeziehung der Hausärzte und später der Betriebsärzte können die Impfungen weiter vorangetrieben werden“, erklärt der Sprecher. Eine generelle Umstellung dieses Impf-Systems sei aber nicht geplant. Somit wird es kein 24/7-Impfen geben.

Verdienst für Impf-Personal

Doch was verdient überhaupt das Fachpersonal in den Impfzentren? Dazu teilt der Sprecher mit: „Das Gesundheitsministerium hat mit der Kassenärztlichen Vereinigung Rheinland-Pfalz und der Apothekerkammer Rheinland-Pfalz ein Honorar von 140 Euro pro Stunde vereinbart, wenn Ärzte beziehungsweise Apotheker Dienste in einem Impfzentrum oder einem mobilen Impfteam übernehmen.“ Für medizinisches oder pharmazeutisches Fachpersonal sei ein Honorar von 50 Euro pro Stunde vereinbart.

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