Was passiert mit dem „Pur“ am Staatstheater?

Der Pachtvertrag für das Restaurant „Pur“ wird im Januar 2020 auslaufen. Wie soll es dort nun weitergehen?

Was passiert mit dem „Pur“ am Staatstheater?

Beinahe zehn Jahre lang gibt es das Restaurant und Café „Pur“ am Staatstheater nun schon - doch aktuell ist nicht klar, was damit künftig passieren wird. Denn: Der Pachtvertrag des Betreibers Muzaffar Oguz wird Anfang des nächsten Jahres auslaufen und nicht mehr verlängert.

Während das Lokal die ersten zwei Jahre von der Catering-Firma „SL mehr buffet“ geführt wurde, betreibt Muzaffar Oguz das Lokal am Staatstheater inzwischen schon seit sieben Jahren. „Ursprünglich lief der Pachtvertrag bis 2015, dann wurde er noch einmal um fünf Jahre verlängert.“ Demnach läuft der aktuelle Vertrag im nächsten Jahr aus.

Keine Antwort von der Stadt

Weil für Oguz immer feststand, dass er das Restaurant auch nach Ende des Pachtvertrags weiterführen wollte, habe er bereits vor drei Jahren bei der Stadt angefragt, ob der Vertrag ab 2020 nochmals verlängert werden könnte. „Ich habe so viele Angestellte und wusste ja die ganze Zeit, dass ich das ‘Pur’ weiterführen und auch investieren wollte“, sagt Oguz weiter. Immer wieder habe er in den vergangenen Jahren bei der Stadt nachgefragt. „Sie haben gesagt, es sei noch zu früh und ich solle abwarten - ich wurde die ganze Zeit hingehalten.“

Außer dem „Pur“ betreibt Oguz auch die Kantine des Staatstheaters und ist zuständig für den Pausenverkauf während der Theatervorstellungen. „Irgendwann haben meine Mitarbeiter von den Theater-Mitarbeitern gehört, dass das Theater die Räume des ‘Pur’ übernehmen und renovieren möchte“, sagt Oguz. „Das ist nicht schön, was da passiert ist, meine Mitarbeiter haben jetzt natürlich Existenzängste.“

Wie geht es nun weiter?

Immer wieder sei Oguz in den vergangenen zwei Jahren mit den Gerüchten konfrontiert worden. Deshalb habe er im März dann noch einmal an die Stadt geschrieben. „Da bekam ich dann eine klare Antwort und es hieß, der Pachtvertrag wird definitiv nicht mehr verlängert“, sagt er.

Was in Zukunft mit den Räumen passieren werde, ist noch unklar. Das Staatstheater war für eine Stellungnahme noch nicht zu erreichen. Oguz selbst wird sich künftig mehr auf seine anderen Standbeine konzentrieren. Seit 2017 betreibt er außer dem „Pur“ das „Forsthaus Heiligkreuz“ in Bingen und ist seit März Geschäftsführer des Restaurants „Am mythischen Fels“ auf der Loreley.

Außerdem ist laut Oguz ein Biergarten in Bacharach für den kommenden Sommer geplant. „Ich hoffe natürlich, meine jetzigen Mitarbeiter in einem meiner anderen Restaurants weiter beschäftigen zu können“, sagt er. (rk)

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