Warum das Ordnungsamt „McFit“ wieder dicht gemacht hat

Trainieren trotz Lockdown: Das wollte die Fitnesskette „McFit“ unter anderem in Mainz-Mombach wieder möglich machen. Doch das Ordnungsamt schloss das Outdoor-Gym. Ein Sprecher der Stadt erklärt die Gründe.

Warum das Ordnungsamt „McFit“ wieder dicht gemacht hat

Es war eine überraschende Nachricht am Wochenende: Die Fitnessstudio-Kette „McFit“ eröffnete zehn Outdoor-Studios in mehreren Bundesländern, darunter auch in Mainz. Dafür wurden auf dem Parkplatz vor dem Fitnesscenter Zelte aufgebaut und Geräte untergestellt. Doch es war ein kurzes Vergnügen: In fünf der zehn Städte schlossen die Ordnungsämter die Gyms wieder – auch in Mainz

Wie ein Sprecher der Stadt Mainz sagt, sei die Eröffnung des Studios im Vorfeld nicht mit dem Ordnungsamt abgesprochen worden. Doch mit welcher Begründung schloss die Behörde den Betrieb?

„Betrieb von Fitnessstudios nicht gestattet“

Der Sprecher sagt: „Der Betrieb von Fitnessstudios und ähnlichen Einrichtungen ist nach der 15. Corona-Bekämpfungsverordnung nicht gestattet – unabhängig davon, ob dies In- oder Outdoor stattfindet.“ Diese Rechtsauffassung habe auch das Land Rheinland-Pfalz, wie ein Gespräch mit dem Ministerium ergeben habe.

Bei den Geräten, die temporär auf dem Parkplatz aufgestellt wurden, handele es sich auch nicht um eine „Sportanlage im Freien“ im Sinne der Verordnung. „Hierunter fallen beispielsweise Bezirkssportanlagen und Golfplätze.“

Das sagt „McFit“

Doch was sagt das Fitnessunternehmen? Hagen Wingertszahn, Geschäftsleiter von „McFit“ Deutschland erklärt auf Merkurist-Anfrage: „Wir haben im Vorfeld für jedes Bundesland ein rechtliches Gutachten erstellen lassen, außerdem mussten bestimmte bauliche Voraussetzungen gegeben sein.“

Nach der Schließung sei man jetzt im engen und konstruktiven Austausch mit den jeweiligen Behörden vor Ort – auch in Mainz. „Um Lösungen zu finden, wie wir zeitnah wieder öffnen können“, so Wingertszahn.

Die Gründe für die Eröffnung der zehn Outdoor-Anlagen hatte „McFit“-Boss Rainer Schaller gegenüber der „Bild“-Zeitung erklärt: „Es ist ein grundlegendes Problem, wenn Menschen keinen Sport betreiben können. Gerade jetzt ist Fitness wichtiger denn je, um die körperliche und mentale Gesundheit zu stärken.“ Man habe großen Wert auf die Einhaltung aller geltenden Gesetze und Bestimmungen des Infektionsschutzgesetzes gelegt. So habe man vorher ein Rechtsgutachten erstellen lassen, um das Konzept abzusichern.

Logo