Wird es bald Fußgängerampeln mit Brezeln in Mainz-Bretzenheim geben? Mit dieser Idee ist die Grünen-Fraktion an die Mainzer Stadtverwaltung herangetreten. Das Thema soll nun während der nächsten Ortsbeiratssitzung am 2. September besprochen werden.
Die Grünen schlagen in ihrem Antrag vor, an stark genutzten Fußgängerampeln das klassische Ampelmännchen durch eine Figur mit Brezel zu ersetzen. Als Begründung führte die Fraktion an, dass die Brezel das Stadtteilwappen schmücke und ein solches Symbol die Identifikation mit dem Stadtteil stärken könne. Sie verwies dabei auf Beispiele wie die Mainzelmännchen in Mainz oder ähnliche lokale Ampelfiguren in anderen deutschen Städten.
Stadt verweist auf Sicherheit und einheitliche Regeln
Die Stadtverwaltung erteilt dem Vorschlag jedoch eine klare Absage. Aus „verkehrstechnischer Sicht“ seien der Gestaltung „enge Grenzen gesetzt“, erklärt Mobilitätsdezernentin Janina Steinkrüger (Grüne) auf den Antrag der Grünen-Fraktion hin. Schon die Einführung der Mainzelmännchen sei nur möglich gewesen, weil deren Grundform weiterhin eindeutig als „stehende beziehungsweise schreitende Figur“ erkennbar sei und ein umfangreicher Abstimmungsprozess vorausgegangen sei. Ampeln müssten aus Sicherheitsgründen prinzipiell für alle Verkehrsteilnehmer zweifelsfrei verständlich sein.
Zudem habe die Stadt mit den bereits vorhandenen Mainzelmännchen und den Diversitäts-Signalbildern bereits „bewusste Abweichungen“ vom Standard etabliert. Eine weitere Differenzierung nach einzelnen Stadtteilen sei aber „weder vorgesehen noch fachlich sinnvoll“, so Steinkrüger weiter. Dies würde zu einer „zunehmenden Vielfalt unterschiedlicher Darstellungen“ führen, ohne einen Mehrwert zu schaffen.
Auch aus praktischen Gründen lehnt die Verwaltung weitere stadtteilspezifische Ampelfiguren ab. Als Gründe werden die Einheitlichkeit, die Standardisierung sowie die Wartung und Ersatzteilhaltung für das gesamte städtische Ampelnetz genannt.