Nachfolger der „Schillerklause“ steht fest

Am 31. März hatte das Lokal „Schillerklause“ zum letzten Mal geöffnet. Der Nachfolger steht auch schon fest – Merkurist hat mit dem neuen Betreiber gesprochen.

Nachfolger der „Schillerklause“ steht fest

Ein Schuttcontainer vor der Tür, Werbeplakate an der Wand und innen wird gearbeitet: Seit rund zwei Monaten hat die „Schillerklause“ am Schillerplatz geschlossen. Die Kneipe von Kultwirtin Ulli war vor allem an Fastnacht ein beliebter Treffpunkt. Doch jetzt das Aus. Aus privaten Gründen habe Ulli die Kneipe geschlossen, sagt ihr Nachfolger Salam Aga gegenüber Merkurist.

Als klar war, dass Ulli die „Schillerklause“ nicht mehr weiterführen wird, sei der Verpächter, die Radeberger Gruppe, auf ihn zugekommen. Aga betreibt seit rund zehn Jahren das Restaurant „Santiago“ in der Kötherhofstraße. Sein erster Gedanke: Da sich die „Schillerklause“ direkt hinter der Santiago-Bar befindet, könnte man einen Durchgang schaffen und das „Santiago“ dadurch vergrößern. „Doch das ist baurechtlich sehr kompliziert, da die beiden Häuser verschiedene Eigentümer haben“, so Aga.

„Offener, moderner, familienfreundlicher“

Schnell stand also fest, dass Aga eine weitere Bar in der ehemaligen „Schillerklause“ eröffnen wird – allerdings in einem ganz anderen Stil. Auf die „Schillerklause“ folgt die Bierbar „Oro Negro“. Seit Anfang Mai werden die Räume komplett renoviert, alles neu gemacht: Wände, Boden, Toiletten, Küche, Tische, Stühle. Die Theke wird deutlich kleiner, die Automaten im hinteren Bereich kommen raus. Am Ende soll es rund 30 Plätze drinnen und noch einmal so viel auf der Terrasse geben.

„Die Bar wird insgesamt offener, moderner, familienfreundlicher“, so Aga. Außerdem wird es künftig auch kleinere Speisen geben wie Pommes, Nachos oder Kartoffelecken. Im Mittelpunkt steht aber das Bier. „Wir bieten vier verschiedene Sorten aus dem Fass an, wahrscheinlich Pils, Weizen, Lager und Stout.“ Auf der Karte stehen außerdem Weine, Longdrinks, alkoholfreie Getränke und eine kleine Auswahl an Cocktails.

Was hinter dem Namen steckt

Am 25. Juni soll der Umbau beendet sein, die Eröffnung plant Aga für Anfang Juli. Dann wird die neue Bierbar täglich ab 8 oder 9 Uhr morgens öffnen und am Wochenende um 2 Uhr, unter Woche um Mitternacht schließen. Für den Tag der Eröffnung ist auch eine Feier geplant, auf der es für die Gäste da ein oder andere Getränk aufs Haus geben wird. Wie die „Schillerklause“ soll auch „Oro Negro“ an Fastnacht geöffnet haben.

Doch warum eigentlich „Oro Negro“, also schwarzes Gold? In Spanien habe Aga in einem Hotel mit dem Namen übernachtet, außerdem heißt ein Rotwein aus Argentinien so. Aga sagt: „Ich finde, der Name hat einfach einen tollen Klang.“ (df)

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