Mit etlichen Aktionen in der Mainzer Innenstadt werden ab Dienstag (25. November) die „Orange Days“ begangen. An vielen Stellen wird deshalb bald die Farbe Orange auftauchen. Damit soll ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen und Mädchen sowie gegen Menschenrechtsverletzungen gesetzt werden.
Ein Aktionszug wird am Dienstag um 13:30 Uhr in der Holzstraße starten. Von dort aus ziehen die Teilnehmer durch die Mainzer Altstadt – über die Augustinerstraße, den Leichhof, das Höfchen und den Gutenbergplatz bis zum LUX-Pavillon in der Ludwigsstraße.
Am Staatstheater Mainz wird am Montag (24. November) ein großes Banner am Balkon angebracht. Dabei sein wird unter anderem Katharina Binz, Ministerin für Familie, Frauen, Kultur und Integration. Sichtbar sein werden an dem Tag zudem Kostüme, Banner und Plakate. Auch Sticker, Stofftaschen, Bierdeckel und Trillerpfeifen wird es zum Aktionstag geben.
Banner, Digitalanzeigen und Aktionen
Auf den digitalen Anzeigen der Mainzer Mobilität, in Social-Media-Beiträgen sowie in Videos wird bereits seit einigen Tagen auf die Kampagne aufmerksam gemacht. Weitere Aktionen sind an den drei Hochschulstandorten (Holzstraße, Wallstraße und Lucy-Hillebrand-Straße), in der Ludwigsstraße sowie am Haus des Erinnerns geplant.
Veranstalter des Aktionstages ist die Hochschule Mainz, Fachrichtungen Innenarchitektur und Kommunikationsdesign. Nicht nur soll auf verschiedene Formen von Gewalt aufmerksam gemacht, sondern auch Wege für Engagement und Solidarität aufgezeigt werden. Eine Publikation zur gesamten Aktion, die von den Studierenden gestaltet wird, soll im Januar 2026 erscheinen.
Diskussion über Gewalt im Netz
Den Abschluss des Tages am 25. November bildet eine öffentliche Podiumsdiskussion von 18 bis 19:30 Uhr im LUX-Pavillon. Unter dem Titel „Gewalt durch Worte – wie patriarchale Strukturen im Internet wirken“ sprechen Expertinnen aus Wissenschaft, Recht, Medienpädagogik und Politik über das Thema digitale Gewalt und ihre Auswirkungen.
Auf dem Podium diskutieren die Fachanwältin für Strafrecht Dr. Jessica Hamed, Prof. Dr. Isabelle Hillebrandt von der Hochschule Mainz, die freie Medienpädagogin Corinna Schaffranek sowie Susanne Müller, stellvertretende Vorsitzende des Gleichstellungsausschusses im Landtag Rheinland-Pfalz. Auch Studierende werden an der Diskussion teilnehmen.
Hintergrund
Die UN-Kampagne „Orange the World“ macht seit 1991 auf Gewalt gegen Frauen und Mädchen aufmerksam. Die Aktionstage starten am 25. November, dem Internationalen Tag zur Beendigung der Gewalt gegen Frauen, und dauern bis zum 10. Dezember, dem Tag der Menschenrechte. Im Mittelpunkt steht laut der UN die Gewalt, die Frauen und Mädchen täglich in der Öffentlichkeit erleben: auf der Straße, am Arbeitsplatz oder in der digitalen Welt.