Wie Mainzer mit dem Corona-Virus umgehen

Das Psychologische Institut der JGU will in einer Umfrage herausfinden, wie Mainzer mit dem Coronavirus umgehen. Eine Teilnahme an der Studie ist noch bis Freitag möglich.

Wie Mainzer mit dem Corona-Virus umgehen

Von Hamstern über Verunsicherung bis hin zu Nachbarschaftshilfe - jeder geht anders mit der Corona-Pandemie um. Während die einen in Panik verfallen und zu Hypochondrie, der zwanghaften Angst vor Krankheiten, neigen, reagieren andere gelassen - oder gar nicht. Die psychologischen Folgen können sehr unterschiedlich sein. Wie genau Menschen auf das Virus und die mit ihm einhergehenden Folgen reagieren, will die Abteilung Klinische Psychologie, Psychotherapie und Experimentelle Psychopathologie der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) untersuchen.

Daher führt das Institut aktuell eine Online-Studie durch mit dem Ziel, den Zusammenhang der Mediennutzung zum Thema Coronavirus-Pandemie mit Krankheitssorgen und Verhaltensänderungen zu erfassen. Zudem will die JGU herausfinden, ob bestimmte Persönlichkeitsmerkmale, beispielsweise Ängstlichkeit, mit einem entsprechenden Verhalten in Verbindung gebracht werden können. Entwickelt wurde die Studie von Junior-Professorin Stefanie Jungmann und Prof. Dr. Michael Witthöft. Beide forschen seit einigen Jahren unter anderem zum Thema Krankheitsangst am Psychologischen Institut der JGU Mainz.

„Die Coronavirus-Pandemie führt in der Bevölkerung zu Verunsicherung und Krankheitssorgen.“ - Juniorprofessorin Stefanie Jungmann

„Die Coronavirus-Pandemie führt in der Bevölkerung zu Verunsicherung und Krankheitssorgen. Wir wollen untersuchen, wie insbesondere die Mediennutzung im Rahmen der Pandemie, Krankheitssorgen und Sicherheitsverhaltensweisen - zum Beispiel Hamsterkäufe und Arztbesuche - miteinander zusammenhängen“, erklärt Stefanie Jungmann.

Die Umfrage läuft noch bis einschließlich Freitag, den 20. März. Jeder ab 16 Jahren kann teilnehmen. Die Online-Befragung dauert 20 Minuten, alle Daten werden anonymisiert erfasst. Wer mitmachen möchte, kann das hier tun. Die Ergebnissen sollen als Basis für weitere Forschungen dienen. Die Abteilung Klinische Psychologie rechnet damit, erste Erkenntnisse nach sechs Wochen zu veröffentlichen. (df)

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