Eine neue Strategie soll den Leistungssport in Rheinland-Pfalz zukunftsfähig machen. Das teilte Sportminister Michael Ebling (SPD) bei der Vorstellung der Pläne im Sportministerium mit.
„Leistungssportlicher Erfolg ist kein Zufall, sondern das Ergebnis klarer Strukturen, verlässlicher Partnerschaften und gemeinsamer Zielsetzungen“, betonte Ebling. Mit der Strategie werde der Grundstein für ein leistungsfähigeres und enger vernetztes System gelegt. Grundlage der Pläne ist eine Studie des Instituts für kommunale Planung und Entwicklung (IKPE), die die Zusammenarbeit der Akteure im Leistungssport analysiert hat.
„Die Stimme unserer Athletinnen und Athleten stand im Fokus“, so der Sportminister. „Wir wollen genau verstehen, welche Bedürfnisse sie haben und wie wir sie bestmöglich auf ihrem Weg zu internationalen Erfolgen unterstützen können.“ Aus der Studie wurden zentrale Leitprinzipien wie mehr Transparenz, eine klare Rollenverteilung und ein serviceorientiertes Fördersystem abgeleitet.
Roadmap bis Olympia 2028
Ein wichtiger Schritt soll ein Leistungssportkongress im Sommer 2026 sein. Dort wollen alle Partner gemeinsam Ziele festlegen und eine konkrete „Maßnahmen-Roadmap“ für den Zeitraum von 2026 bis 2028 vereinbaren. Diese soll klare Zuständigkeiten und einen realistischen Ressourceneinsatz beinhalten.
Die neue Strategie baut auf bereits umgesetzten Reformen auf, etwa bei der Stiftung Sporthilfe Rheinland-Pfalz oder im Nachwuchsleistungssport des Landessportbundes. „Unser gemeinsamer Strategieprozess ist ein wichtiges Signal an unsere Athletinnen und Athleten: Rheinland-Pfalz steht verlässlich an ihrer Seite – heute und langfristig“, erklärte Stephan Wilhelm von der Stiftung Sporthilfe.
Olympia-Bewerbung und Wintersport im Blick
Die strategischen Überlegungen richten sich laut Ebling weit über das Jahr 2028 hinaus, auch im Hinblick auf eine mögliche deutsche Bewerbung um die Olympischen Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044. „Potenzielle deutsche Olympiateilnehmerinnen und -teilnehmer sind heute bereits geboren“, so der Minister.
Auch der Wintersport gewinne in Rheinland-Pfalz an Bedeutung. Bei den Olympischen Winterspielen 2026 in Mailand und Cortina d’Ampezzo werden mit Jan Stölben im Skilanglauf und Jacqueline Pfeifer im Skeleton zwei Sportler aus Rheinland-Pfalz antreten. Außer dem Spitzensport sieht das Land auch eine gesellschaftliche Rolle: Erfolgreiche Athleten seien Vorbilder und stärkten den Breitensport. Dies sei ein Beitrag zum Ziel, Rheinland-Pfalz zum „Bewegungsland #1“ zu entwickeln.