Diese Mainzer Kriminalfälle sind noch immer ungeklärt

Im Raum Mainz gibt es viele ungeklärte Kriminalfälle, bei denen immer noch nach Hinweisen gesucht wird. Wir stellen Euch zwei von ihnen vor.

Diese Mainzer Kriminalfälle sind noch immer ungeklärt

Ob vermisste Personen, mutmaßliche Straftäter oder unbekannte Leichen: In ganz Deutschland sucht die Polizei nach Spuren in ungeklärten Kriminalfällen. Auch in Mainz gibt es Taten, bei denen die Polizei noch immer auf Hinweise hofft.

Brutaler Überfall von bewaffneten Räubern in Bretzenheim

Nur Geld abheben wollte ein 29-Jähriger im vergangenen Juli in einer Bretzenheimer Filiale der Mainzer Volksbank. Doch nachdem er seine PIN eingegeben hatte, stürmten zwei Personen den Schalterraum und bedrohten ihn mit einer Pistole. Einer der Täter schubste den 29-Jährigen unvermittelt gegen die Wand, wogegen das Opfer sich wehrte. Die Täter brachten ihn danach zu Boden und bedrohten ihn weiterhin mit der Pistole. Als der 29-Jährige versuchte aufzustehen, schlug einer der Täter ihm brutal ins Gesicht.

Am Ende entkamen die beiden Täter mit 1000 Euro. Seit Oktober 2018 fahndet die Polizei mit Bildern der Überwachungskamera. Gefunden wurden sie bisher nicht.

Das Skelett in Klein-Winternheim

Wer ist der Tote von Klein-Winternheim? Diese Frage stellt sich die Polizei bereits seit elf Jahren. Am 29. April 2008 wurde bei Rodungsarbeiten in der Nähe der Autobahnanschlussstelle Klein-Winternheim zur A63 ein Männerskelett gefunden. Der Verdacht: Der Mann wurde Opfer eines Kapitalverbrechens – darauf lassen laut Polizei zumindest die Umstände am Fundort schließen.

Nach den bisherigen Ermittlungen lag der Tote schon seit Jahren an der späteren Fundstelle, einige Zentimeter in der Erde verscharrt. Er soll dort zwischen 1994 und 2000 abgelegt worden sein. Bis heute weiß allerdings niemand, um wen es sich bei der Leiche handelt.

Deshalb wurde 2015 eine sogenannte Gesichtsweichteilrekonstruktion erstellt: Sie soll zeigen, wie der Tote ausgesehen hat. Zum Zeitpunkt seines Todes war der Unbekannte wahrscheinlich 36 bis 42 Jahre alt (Geburtsjahrgang: 1952 bis 1964) und etwa 1,70 Meter groß. Im November 2015 wurde der Fall sogar in der Fernsehsendung „Aktenzeichen XY ... ungelöst“ gezeigt. Für sachdienliche Hinweise, die zur Aufklärung des Verbrechens führen, hat die Staatsanwaltschaft Mainz eine Belohnung von 2500 Euro ausgesetzt. Die heiße Spur blieb bisher aber aus.

Wer Hinweise zu einem der Fälle hat, kann sich entweder bei der Polizei melden oder den Hinweis unter dem jeweiligen Fall auf der Internetseite der Polizei Rheinland-Pfalz per Nachricht schicken.

(rk)

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