Weniger Nachtfahrten im neuen Fahrplan?

Am 15. Dezember ändert sich der Fahrplan der Mainzer Mobilität. Unter anderem gibt es eine neue Linie und mehr Direktverbindungen. Doch werden Nachtfahrten gestrichen? Wir haben nachgefragt.

Weniger Nachtfahrten im neuen Fahrplan?

Eine neue Linie, neue Takte und mehr Direktverbindungen: Der Fahrplanwechsel der Mainzer Mobilität bringt die größten Veränderungen seit dem Jahr 2000 mit sich. Einige Leser haben aber den Eindruck: Es wird nicht alles besser. So kritisiert ein User in seinem Snip, dass es weniger Nachtfahrten gebe: „Warum werden beim neuen Fahrplan die Nachtfahrten werktags zwischen 2 und 4 ersatzlos gestrichen?“ Wird der Nachtverkehr durch den Fahrplanwechsel wirklich schlechter?

Der Pressesprecher der Mainzer Mobilität, Michael Theurer, erklärt: „In den Nächten von Sonntag auf Montag bis Donnerstag auf Freitag waren auch bisher zwischen 2 und 4 Uhr lediglich die Straßenbahnen unterwegs. Die Nachtbusse pausieren auch heute schon zu dieser Zeit.“ Der Grund dafür: Während in den Wochenendnächten in der Zeit von 2 bis 4 Uhr durchschnittlich 2140 Fahrgäste unterwegs seien, verzeichne die Mainzer Mobilität unter der Woche im gleichen Zeitraum nur 470 Fahrgäste.

„Daher haben wir die Fahrten auf den Straßenbahnen unter der Woche zwischen 2 und 4 Uhr gestrichen“, so Theurer. Die dadurch freiwerdenden Mittel würden an anderer Stelle investiert: in den Nachtverkehr bis 2 Uhr unter der Woche oder in die Wochenendnächte. Für das Klinikpersonal der Universitätsmedizin bringe der Fahrplanwechsel Vorteile: Die Universitätsmedizin ist jetzt erstmals nachts an die Innenstadt angebunden. (rk)

Mehr Informationen zum neuen Fahrplan findet ihr hier und auf der Seite https://www.mainzer-mobilitaet.de/fahrplan-2020.

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