Was Mainzer mit ungenutzten Busfahrkarten in der Corona-Krise tun können

Die Corona-Krise wirkt sich auch auf den Mainzer ÖPNV aus. Die Fahrpläne wurden reduziert, weniger Mainzer nutzen Bus und Bahn. Doch was passiert mit den Ticketpreisen? Wir haben nachgefragt, welche Möglichkeiten man als Kunde hat.

Was Mainzer mit ungenutzten Busfahrkarten in der Corona-Krise tun können

Wegen der aktuell geringen Nachfrage im Mainzer ÖPNV hat die Mainzer Verkehrsgesellschaft die Fahrpläne in den vergangenen Wochen immer wieder angepasst (wir berichteten). Schulen und Kindergärten sind geschlossen, viele Arbeitnehmer im Home Office. Merkurist-Leser Andreas fragt sich deshalb, warum beispielsweise Eltern die Jahresabos ihrer Kinder immer noch zahlen müssen, auch wenn diese den ÖPNV gerade nicht nutzen.

„Wir können nachvollziehen, dass es vielen Menschen in unserer Stadt aufgrund der aktuellen Entwicklung mit Kurzarbeit, Umsatzeinbrüchen, etc. wirtschaftlich nicht gut geht oder sie finanziell vor schweren Wochen und Monaten stehen“, erklärt ein Sprecher der Mainzer Mobilität (MM). Das Fahrgastaufkommen sei auf 10 bis 15 Prozent der üblichen Fahrgäste gesunken. Das Angebot sei dennoch um etwas mehr als die Hälfte des früheren Fahrplans reduziert worden. „Damit bieten wir weiterhin ein ausreichendes ÖPNV-Angebot für alle an, die auf den ÖPNV angewiesen sind, und ermöglichen in relativ schwach besetzten Fahrzeugen, den Abstand einzuhalten“, erklärt der Sprecher.

Alternativen für Kunden

Doch was können Kunden tun, für die die Fahrkarten zur finanziellen Belastung geworden sind? Eigentlich gelten auch in der aktuellen Situation die Tarifbestimmungen und Kündigungsbedingungen für Zeitkarten, wie Jahreskarten und Abos. Diese habe man jedoch „aufgrund der Corona-Krise kundenfreundlich aufgehoben“, so der Sprecher. „So konnten Kunden noch bis bis zum letzten Tag des Monats März zum unmittelbaren Monatsende kündigen“.

Darüber hinaus gebe es auch bei den Clever-Cards für Schülerinnen und Schüler Kündigungsmöglichkeiten. „Bei einer Kündigung entfällt aber gegebenenfalls der Jahreskartenrabatt und es erfolgt dann eine Nachberechnung auf den regulären Monatskartenpreis für Schüler, da die Clever-Card als Jahreskarte auf den Monat umgerechnet mit 48,45 Euro deutlich günstiger ist als eine normale Schüler-Monatskarte mit 65,90 Euro“. Ob es also Sinn macht, jetzt eine Clever-Card zu kündigen, den Aufpreis zur normalen Schüler-Monatskarte nachzuzahlen und unter Umständen in einigen Wochen, wenn die Schulen wieder aufmachen sollten, eine neue Clever-Card zu beantragen, müsse jeder für sich entscheiden. (ms)

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