Mainzelbahn übertrifft Erwartungen: So viele Menschen fahren mit

Die Fahrgastzahlen im Mainzer Nahverkehr haben sich nach der Corona-Pandemie erholt. Besonders die Mainzelbahn ist offenbar ein Erfolgsmodell und übertrifft die ursprünglichen Prognosen.

Mainzelbahn übertrifft Erwartungen: So viele Menschen fahren mit

Die Fahrgastzahlen im öffentlichen Nahverkehr in Mainz haben wieder das Niveau von vor der Corona-Pandemie erreicht. Insbesondere die Mainzelbahn entwickelt sich zu einer Erfolgsgeschichte. Das geht aus einer Antwort der Stadtverwaltung auf eine Anfrage der Grünen-Stadtratsfraktion hervor.

Im Jahr 2024 nutzten demnach 56,8 Millionen Fahrgäste die Busse und Bahnen, womit der Rekordwert von 56,9 Millionen aus dem Jahr 2019 fast wieder erreicht wurde. Damit konnte der ÖPNV in Mainz auch Effekte wie vermehrtes Arbeiten im Homeoffice ausgleichen, die nach der Pandemie zu weniger Mobilität geführt haben. Während des Lockdowns waren die Fahrgastzahlen zeitweise auf unter zehn Prozent des üblichen Niveaus eingebrochen. An einem gewöhnlichen Werktag sind wieder 185.000 bis 190.000 Menschen mit dem ÖPNV in Mainz unterwegs.

Mainzelbahn übertrifft Prognosen

Ein wesentlicher Faktor für diese Entwicklung sei die Straßenbahnstrecke zum Lerchenberg. Für die „Mainzelbahn“ hatten Gutachter im Jahr 2013 für das Jahr 2025 rund fünf Millionen Fahrgäste prognostiziert. Bereits 2018 lag die Zahl mit 6,4 Millionen aber schon 28 Prozent darüber.

Der Zuwachs zeigt sich auch in den angebundenen Stadtteilen: In Marienborn stiegen die Fahrgastzahlen um 21,2 Prozent, in Bretzenheim um 14,3 Prozent und auf dem Lerchenberg um 9 Prozent. Eine erste Auswertung für das Jahr 2025 deutet darauf hin, dass die Zahlen auf der Mainzelbahn-Strecke seit 2018 um weitere zehn Prozent gewachsen sind.

Genaue Zahlen für 2025 noch unklar

Eine genaue Aufschlüsselung der Fahrgastzahlen für die Jahre 2024 und 2025 nach Bussen und Straßenbahnen ist laut Stadtverwaltung jedoch nicht realistisch. Grund dafür seien umfangreiche Sanierungs- und Baumaßnahmen, die in großem Umfang Schienenersatzverkehre mit Bussen notwendig machten.

Diese Einschränkungen, etwa am Münsterplatz, haben für das Jahr 2025 voraussichtlich zu etwas niedrigeren Gesamtfahrgastzahlen geführt. Die exakten Werte für 2025 liegen allerdings noch nicht vor.