Funktioniert das Corona-Konzept im Mainzer ÖPNV?

Der Winter rückt näher und die Corona-Fallzahlen steigen stetig. Viele Mainzer sind wetterbedingt wieder vermehrt in Bus und Bahn unterwegs. Wir haben bei der Mainzer Mobilität nachgefragt, wie die Situation im ÖPNV geregelt wird.

Funktioniert das Corona-Konzept im Mainzer ÖPNV?

Gerade in Zeiten von Corona wird im ÖPNV zum Schutz der Fahrgäste durchgehend gelüftet. Außerdem heißt es für alle Fahrgäste: Maske tragen, auch an den Haltestellen. Mit Blick auf den Winter werden viele Fahrradfahrer vermutlich wieder auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen. Überfüllte Busse und Bahnen könnten somit zum Problem werden. Wie regelt die Mainzer Mobilität die Situation?

ÖPNV noch nicht ausgelastet

Der Pressesprecher der Mainzer Mobilität, Michael Theurer erklärt gegenüber Merkurist, dass keine kontinuierlichen Fahrgastzählungen durchgeführt werden. Daher gebe es auch keinen Vergleich mit der Auslastung im ÖPNV Anfang Oktober. Durch die Schließung der Gastronomie, der Absage von Großveranstaltungen und Kulturevents erwartet die Mainzer Mobilität jedoch vor allem am Abend und in der Nacht einen Rückgang der Fahrgastzahlen. „Einen starken Einfluss hat das Wetter, wenn es regnet und kalt ist, steigen erfahrungsgemäß Fußgänger oder Radfahrer verstärkt auf den ÖPNV um“, so Theurer.

Die Auslastung des Mainzer ÖPNV beträgt laut Theurer aktuell durchschnittlich 70 Prozent. Auf manchen Strecken und zu gewissen Tageszeiten könne die Nachfrage allerdings auch höher sein. Deshalb setzt die Mainzer Mobilität sieben Zusatzbusse auf stark genutzen Linien ein.

Lüften und Maskenpflicht gegen Corona

Zum Thema Lüftungskonzept sagt Theurer: „Unser Fahrpersonal ist dazu angehalten, vor Fahrtbeginn, in den Pausen und an den Haltestellen für ausreichende Lüftung der Fahrzeuge zu sorgen. Dazu zählt auch, dass bei Fahrtbeginn die entsprechenden Fenster geöffnet sind.“ Bei Problemen während der Fahrt, seien die Fahrer dazu angehalten eine entsprechende Durchsage zu machen, dass die Fenster geöffnet werden sollen. Allerdings kontrolliere niemand, ob die Fenster von Fahrgästen geschlossen würden. „Das ist angesichts der Vielzahl der Fahrzeuge, die täglich im Einsatz sind, völlig unmöglich“, so der Pressesprecher weiter.

Fahrkarten würden etwa im gleichen Umfang wie vor Corona kontrolliert. Die Einhaltung der Maskenpflicht im Bus ist allerdings nicht Sache der Fahrkartenkontrolleure, sondern des Mainzer Ordnungsamtes. Der Eindruck der Mainzer Mobilität: „Die Maskenpflicht wird überwiegend gut eingehalten.“ (te/pk)

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