Nachdem die Gewerkschaft Verdi am Dienstag die Angestellten der privaten Busunternehmen zu Streiks aufgerufen hat, ist nun auch im Mainzer Stadtverkehr mit massiven Beeinträchtigungen zu rechnen.
Denn wie Verdi am Mittwochmorgen mitteilt, werden nun auch die kommunalen Verkehrsbetriebe in Rheinland-Pfalz von den Arbeitsniederlegungen betroffen sein, darunter die Mainzer Mobilität sowie der KRN-Kommunalverkehr Rhein-Nahe.
„Fast alle Teile des Landes dürften von den Streikmaßnahmen betroffen sein“, so Verdi. Grund ist, dass gleichzeitig die privaten Busunternehmen wegen eines anderen Tarifkonflikts die Arbeit niederlegen werden. Betroffen sei daher „der gesamte Überlandverkehr in den betroffenen Regionen und Gemeinden“.
Der Streik beginnt am Donnerstag (29. Februar) um 3 Uhr und dauert bis zum Ende der letzten Schicht am Freitag.
Wie Verdi Rheinland-Pfalz sagt, bestehe in Mainz besonders großer Unmut. Dort habe ein „Großteil der Beschäftigten auf erhebliche Anteile des Weihnachtsgeldes sowie Zulagen verzichten“ müssen, so der zuständige Verhandlungsführer Marko Bärschneider. Hier bestehe daher ein „großer Bedarf an Verbesserungen der Arbeitsbedingungen“.
Am 1. März hat Verdi zudem gemeinsam mit der Organisation „Fridays for Future“ zu einem Protest für „bessere Arbeitsbedingungen im ÖPNV und klimafreundliche Mobilität“ aufgerufen:
Hintergrund
Im Tarifkonflikt zwischen der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi) und dem Kommunalen Arbeitgeberverband Rheinland-Pfalz e. V. sei am vergangenen Freitag die dritte Tarifverhandlungsrunde mit der Arbeitgeberseite aus Sicht der Gewerkschaft „erneut ergebnislos verlaufen“. Verdi fordert unter anderem eine allgemeine Erhöhung der Zuschläge, des Weihnachts- und Urlaubsgeldes und eine Bezahlung der Fahrzeugverspätungen an die Fahrer. Die nächsten Verhandlungen finden am 12. März statt.