49-Euro-Ticket kommt: Mainzer Mobilität warnt vor Kündigung bisheriger Abos

Noch viele Fragen offen

49-Euro-Ticket kommt: Mainzer Mobilität warnt vor Kündigung bisheriger Abos

Mit Bus und Bahn günstig durch Deutschland fahren - mit dem 9-Euro-Ticket war dies von Juni bis August möglich. Aufgrund des großen Zuspruchs für das Ticket wollten Bund und Länder nun einen Nachfolger präsentieren. Diesen haben die Verkehrsminister der Länder und Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) offenbar jetzt gefunden. So soll es ab 2023 ein 49-Euro-Ticket, auch „Klimaticket“, geben. Doch bis jetzt bleiben dazu noch viele Fragen unbeantwortet.

„Noch nicht alle Details“

So ist bis jetzt noch nicht abschließend geklärt, wie das Ticket finanziert werden soll. Der Bund plant zumindest, rund 1,5 Milliarden Euro pro Jahr für das 49-Euro-Ticket zur Verfügung zu stellen. Die einzelnen Länder sollen wohl in etwa die gleiche Summe einbringen. Wie die rheinland-pfälzische Mobilitätsministerin Katrin Eder (Grüne) sagt, seien die Finanzierungsfragen nun auf Ebene der MPK (Ministerpräsidentenkonferenz) mit dem Bund zu klären.

Unabhängig davon ist die Ministerin von der Idee des Tickets überzeugt: „Alle Beteiligten erkennen den Mehrwert einer solchen Nachfolgeregelung für die klimaneutrale und bürgernahe Entwicklung der Mobilität an.“ Ob das Ticket allerdings gleich zu Jahresbeginn 2023 eingeführt werden soll, ist bislang noch nicht bekannt. Auch die Mainzer Mobilität kann hier noch kein Licht ins Dunkel bringen. „Leider haben aber auch wir noch nicht alle Details“, erklärt das Verkehrsunternehmen auf seiner Webseite.

Man warte noch auf genauere Informationen und wolle die Fahrgäste „auf dem Laufenden halten“. Aktuell könnten noch keine Auskünfte zu Ausgleichszahlungen, Verfügbarkeit und Gültigkeit gemacht werden. Doch die MM hat noch eine dringende Bitte an ihre Fahrgäste. „Wir bitten Sie darum, nicht Ihre Abonnements zu kündigen.“ Man werde aber hier - ähnlich wie beim 9-Euro-Ticket - eine passende Lösung finden, um möglicherweise Beträge zu erstatten. Bekannt ist jedoch, dass zwei Jahre nach der Einführung des Tickets geprüft werden soll, ob das neue Ticket ein Erfolg ist.

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