3G in Bussen und Bahnen: Wie wird das in Mainz kontrolliert werden?

Am nächsten Mittwoch soll es unter anderem eine 3G-Pflicht im Öffentlichen Personennahverkehr geben. Doch wie sollen die Kontrollen aussehen? Wir haben bei der Mainzer Mobilität nachgefragt.

3G in Bussen und Bahnen: Wie wird das in Mainz kontrolliert werden?

Wer künftig mit Bus oder Bahn fahren will, muss entweder geimpft, genesen oder nachweislich negativ getestet sein. Die neue Regelung, die dann im gesamten Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) gilt, tritt aller Voraussicht nach ab nächsten Mittwoch (24. November) in Kraft. Die Umsetzung dieser neuen Regeln gilt allerdings als kompliziert. Wie etwa soll sie im Alltag kontrolliert werden? Die Mainzer Mobilität (MM) hat sich bereits mit diesem Thema beschäftigt.

Lückenlose Kontrollen nicht möglich

„Wir erwarten die 3G-Pflicht zum 24.11., einige wichtige Details dazu sind allerdings noch offen“, sagt Michael Theurer, Pressesprecher der MM auf Merkurist-Anfrage. „Der ÖPNV ist ein offenes System, lückenlose Kontrollen sind da per se nicht möglich.“ Jeden Tag würden in Mainz an etlichen hundert Haltestellen mehr als 100.000 Fahrgäste ein- und aussteigen. Es könne daher nur stichprobenartige Kontrollen geben.

Wie diese im Details aussehen sollen, darüber werde die MM noch die entsprechende Rechtsverordnung abwarten. Auch Abstimmungen zwischen dem Rhein-Main-Verkehrsverbund, dem ESWE Verkehr in Wiesbaden sowie dem Ordnungsamt der Stadt Mainz werde es noch geben.

Theurer ist zuversichtlich – „auch wenn sicher die Kontrolle von Impf- oder Testdokumenten im ÖPNV deutlich komplexer und schwieriger umzusetzen ist“. So habe die MM auch bei der Umsetzung der Maskenpflicht sehr gute Erfahrungen mit der Reaktion und dem Verständnis der Fahrgäste gemacht.

Um auf die Regelung hinzuweisen, bereitet sich die MM bereits praktisch vor, etwa mit Aufklebern für die Fahrzeugtüren („Zutritt nur mit 3G-Nachweis“) sowie Plakaten, auf denen auf die 3G-Pflicht hingewiesen wird, und die in den Fahrzeugen und an einigen Haltestellen aufgehängt werden sollen. Auch werde es Ansagen vom Band in den Bussen und Straßenbahnen geben.

Um das Ansteckungsrisiko im ÖPNV für Schüler zu reduzieren, wäre es aus Sicht der MM sinnvoll, die Schulanfangszeiten zeitlich zu staffeln. Dies würde deutlich helfen, „etwaiges Gedränge in den Fahrzeugen zu Stoßzeiten zu reduzieren“, so Theurer. Ein paar Schulen würden hier zwar mitmachen, doch „aus unserer Sicht leider viel zu wenig“.

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