Wie es mit dem St. Hildegardis-Krankenhaus weitergeht

Zwei Jahre ist es her, dass die Abteilungen des St. Hildegardis-Krankenhauses in die Räume des Katholischen Klinikums umgezogen sind. Seitdem wird auf dem Areal gebaut. Doch was genau wird gebaut und wann wird es fertig?

Wie es mit dem St. Hildegardis-Krankenhaus weitergeht

Über 100 Jahre lang gab es das Hildgardis-Krankenhaus (SHK). Mehrere tausend Mainzer kamen darin zur Welt. „Das Hilde“, wie es liebevoll genannt wurde, war die erste Anlaufstelle, wenn es um die stationäre Versorgung von Patienten ging. Dann das Aus: Das SHK wurde Ende 2017 bis Anfang 2018 mit dem Katholischen Klinikum Mainz (KKM) zusammengelegt. Ziel war es, die Abteilungen beider Krankenhäuser in der Mainzer Oberstadt „An der Goldgrube 11“ zu konzentrieren. Die medizinische Versorgung sollte verbessert, die Wege verkürzt und die Arbeitsprozesse einfacher gemacht werden, so der Plan des KKM. Im Oktober 2017 kaufte das Ingelheimer Bauunternehmen J. Molitor Immobilien GmbH, ein Schwesterunternehmen der Karl Gemünden GmbH, dann das Areal des SHK.

Was ist geplant?

2018 veröffentlichte die Gemünden-Gruppe ihre Pläne für das Wohnquartier Hildegardis – Die Stadtoase. „Im Oktober 2018 konnte mit den ersten Arbeiten auf dem Gelände gestartet werden“, sagt Carolin Grimm, Pressesprecherin der Bauunternehmung Gemünden. Insgesamt seien 95 Eigentumswohnungen in zwei Neubauten sowie 347 Mietwohnungen geplant. Wobei rund 25 Prozent der Mietwohnungen freiwillig als öffentlich geförderter Wohnraum dem Mietmarkt zur Verfügung gestellt würden. „Alle Wohnungen richten sich an eine generationenübergreifende Zielgruppe“, so Grimm. Singleappartements, Zwei- und Drei-Zimmerwohnungen für Paare, Familienwohnungen und barrierefreie Wohnungen für Senioren solle es künftig geben. Eine weitere Besonderheit des Wohnquartiers sei die aufwendig begrünte Außenanlage.

Wie schreitet der Umbau voran?

Ein Teil der Gebäude werde modernisiert und ein Teil sei zurückgebaut worden. Zeitliche Verzögerungen habe es bislang nicht gegeben. „Die Bauarbeiten für das neue Wohnquartier Hildegardis – Die Stadtoase sind in vollem Gange“, sagt Carolin Grimm. Zunächst habe das Bauunternehmen mit Entkernungsarbeiten begonnen. Der historische Altbau sowie das frühere Bettenhaus des SHK würden vorsichtig saniert. „Unter anderem wurden das ehemalige Pneumologie-Gebäude, ein Versorgungstunnel, Anbauten des Bettenhauses und mehrere nachträglich zugefügte Anbauten des historischen Altbaus behutsam abgerissen“, so Grimm. Neben dem historischen Altbau und dem früheren Bettenhaus könnten zusätzlich fünf neue Wohngebäude entstehen. Zudem seien eine Kindertagesstätte und eine mehrstöckige Tiefgarage geplant. Diese befinde sich momentan im Bau.

Abschluss der Baumaßnahmen und Wohnungsvermarktung

Ein Teil des Wohnquartiers mit 347 Wohnungen sei bereits an die Industria Wohnen GmbH, ein Tochterunternehmen der Degussa Bank Frankfurt, verkauft worden. „Die Industria Wohnen wird die erworbenen 347 Wohneinheiten vollständig vermieten“, sagt Pressesprecherin Carolin Grimm. Zwei Neubauten mit 95 Eigentumswohnungen mit Blick auf die Römersteine blieben jedoch bei der J. Molitor Immobilien GmbH. Die Vermarktung dieser Eigentumswohnungen sei ab Sommer 2020 geplant. Zu den Kauf- und Mietpreisen möchte sich das Bauunternehmen nicht äußern. „Die ersten Bewohner werden im Sommer 2022 einziehen“, so Grimm. Ende 2022 soll das Quartier komplett fertig werden.(rk)

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