Nach Wahlempfehlung: Matz und Haase distanzieren sich von AfD

Beide Kandidaten schließen Zusammenarbeit mit AfD aus

Nach Wahlempfehlung: Matz und Haase distanzieren sich von AfD

Nachdem der AfD-Kreisverband die Mainzer dazu aufgerufen hat, bei der Oberbürgermeisterwahl am 12. Februar Manuela Matz oder Nino Haase zu wählen, haben sich beide Kandidaten von der Empfehlung und der Partei distanziert.

Der AfD gehe es laut des Aufrufs in erster Linie darum, einen grünen Oberbürgermeister zu verhindern. „Kein grüner Oberbürgermeister ist das Primärziel der AfD Mainz bei der diesjährigen OB-Wahl.“ Bisher habe sich zwar kein Kandidat mit Ruhm bekleckert und der Wahlkampf verlaufe weitgehend inhaltsleer und ohne größere Polarisierung, wie der Mainzer AfD-Vorsitzende und Bundestagsabgeordnete Sebastian Münzenmaier erklärt. „Nichtsdestotrotz rufen wir alle konservativen und freiheitlichen Mainzer zur Wahl von Nino Haase oder Manuela Matz auf und haben keinen eigenen Kandidaten aufgestellt, um die Stimmen in diesem Lager nicht zu spalten.“

Am Morgen distanzierte sich der parteilose OB-Kandidat Nino Haase von der Empfehlung. „Als Oberbürgermeister möchte ich stellvertretend für alle Mainzerinnen und Mainzer mit aller Kraft für Demokratie und Toleranz einstehen. In Bezug auf die Wahlempfehlung möchte ich betonen, dass es zu keinem Zeitpunkt Gespräche gab und geben wird.“ In der Empfehlung werde explizit formuliert, dass es keine inhaltlichen Überschneidungen gebe, sondern sie „einzig und allein auf destruktivem Hass gegenüber einer anderen Partei“ beruhe. „Das lehne ich zutiefst ab. Ich möchte bürgernahe und transparente Politik in Mainz anbieten und Demokratie leben. Das schließt eine aktuelle wie zukünftige Zusammenarbeit mit der AfD kategorisch aus.“

Auch CDU-Kandidatin Manuela Matz lehnt die Unterstützung der AfD ab. „Es gibt keinerlei Kontakte zur AfD. Ich distanziere mich ausdrücklich von der Wahlempfehlung der AfD. Die Ziele und Werte dieser Partei sind nicht mit meinen Zielen und Werten vereinbar.“

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