Wird die Stichwahl zum Kopf-an-Kopf-Rennen?

Am Sonntag (10. November) fällt die Entscheidung: Amtsinhaber Michael Ebling und Herausforderer Nino Haase treten in der Stichwahl um das Amt des Oberbürgermeisters gegeneinander an. Eine Merkurist-Umfrage vor der Wahl sieht ein enges Rennen.

Wird die Stichwahl zum Kopf-an-Kopf-Rennen?

Ebling oder Haase: Am kommenden Sonntag haben die Mainzer die Wahl. Entscheiden Sie sich für Amtsinhaber Michael Ebling (SPD) oder für den parteilosen Nino Haase? In der ersten Wahl am 27. Oktober mussten sich die beiden noch gegen drei weitere Kandidaten durchsetzen: Tabea Rößner (Grüne), Martin Malcherek (Linke) und Martin Ehrhardt (Die Partei). Ebling gewann die Wahl mit 41 Prozent der Stimmen, Haase kam auf 32,4 Prozent. Jetzt treten die beiden in der Stichwahl gegeneinander an. Doch wie eng wird es zugehen?

Zunächst spricht erst einmal viel für den Amtsinhaber: Ebling hatte ohnehin einen Vorsprung von 8,6 Prozentpunkten. Der Weg von 41 Prozent bis zu den erforderlichen über 50 Prozent ist nicht mehr allzu weit. Außerdem hat Ebling jetzt auch die offizielle Unterstützung der Mainzer Grünen. Bei einer Mitgliederversammlung sprach sich die Partei für Ebling aus. Haase reagierte mit Unverständnis. Ob sich allerdings die Grünen-Wähler aus dem ersten Wahlgang (22,5 Prozent) in der Stichwahl an die Empfehlung halten, ist ungewiss.

Umfragen: Es geht eng zu

Eine nicht-repräsentative Merkurist-Umfrage vor der ersten Wahl zeigte: Die Grünen-Wähler scheinen eher zu Amtsinhaber Michael Ebling zu tendieren. Eine deutliche Mehrheit der Rößner-Anhänger sprach sich im Falle einer Stichwahl zwischen Ebling und Haase für den Amtsinhaber aus (wir berichteten). Haases Hoffnung dürften vor allem die bisherigen Nichtwähler sein. „Viele haben gesagt, Herr Haase, wir glauben nicht, dass Sie es in die Stichwahl schaffen. Jetzt hat sich deren Meinung geändert und ich denke, dass man diese Wähler weiter mobilisieren muss“, sagte er im Merkurist-Interview.

Glaubt man den aktuellen Merkurist-Umfragen, scheint er dabei auf einem guten Weg zu sein. Eine Umfrage wurde in der ersten Woche nach der Wahl, eine andere in dieser Woche durchgeführt. Und beide Umfragen kommen zu demselben Ergebnis: Beide Kandidaten liegen fast gleichauf. Der Unterschied der Kandidaten liegt bei jeweils unter zwei Prozentpunkten. Ob es hier eine Trendwende gab oder das Ergebnis auf Schwankungen der nicht-repräsentativen Umfrage zurückzuführen ist, ist allerdings unklar.

Entscheidend für die Wahl ist auch: Wie hoch wird die Wahlbeteiligung sein? Und wer kann seine Sympathisanten am Sonntag besser mobilisieren? Im ersten Wahlgang lag die Wahlbeteiligung bei 45,8 Prozent.

Wie eng Merkurist mit seinen Umfragen am Ergebnis der ersten Wahl lag und wie die Umfragen funktionieren, könnt Ihr hier nachlesen. (pk)

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