Mehr Briefwähler, höhere Wahlbeteiligung

Die OB-Wahl ist gelaufen, das vorläufige Endergebnis steht fest. Fakten zur Wahlbeteiligung, Briefwahl und zu den anderen beiden OB-Wahlen hat Merkurist für Euch zusammengetragen.

Mehr Briefwähler, höhere Wahlbeteiligung

161.967 Bürger waren am Sonntag dazu aufgerufen, einen neuen Mainzer Oberbürgermeister oder eine neue Oberbürgermeisterin zu wählen. In die Stichwahl am 10. November schafften es Amtsinhaber Michael Ebling (SPD) und Herausforderer Nino Haase (parteilos). Weitere Fakten zur Wahl bekommt Ihr hier.

Höhere Wahlbeteiligung

Die Wahlbeteiligung ist insgesamt leicht gestiegen. Waren es 2012 noch 65.493 Wähler (42,81 Prozent), sind es 2019 74.218 (45,8 Prozent). Den größten Anteil daran hatte Gonsenheim. Hier gingen 9133 Bürger zur Wahl, das macht 5,6 Prozent an der Gesamtwahlbeteiligung aus. Den kleinsten Anteil hatte Marienborn, hier stimmten 1392 Menschen ab (0,86 Prozent).

Mehr Briefwahlanträge

Auch der Anteil der Briefwähler ist nach der Wahl 2012 noch einmal gestiegen. Vor sieben Jahren beantragten 20.452 Menschen Briefwahl, in diesem Jahr 31.224 (Stand 25. Oktober). Bei der Kommunalwahl in Mainz hatten 44.262 Wahlberechtigte Antrag auf Briefwahl gestellt.

Wie haben die 15 Stadtteile gewählt?

Michael Ebling konnte zwölf Stadtteile für sich gewinnen, darunter auch seinen Heimat-Stadtteil Mombach. In Hechtsheim, Drais und Marienborn hatte Nino Haase die Nase vorn. Überraschung: Ebling siegte in der Neustadt knapp vor Grünen-Politikerin Tabea Rößner. Wie die einzelnen Stadtteile abgestimmt haben, lest Ihr hier.

SPD- und parteilose Oberbürgermeister in Deutschland

In Rheinland-Pfalz ist Mainz eine von zehn Städten mit einem SPD-Oberbürgermeister, einen parteilosen OB gibt es landesweit bisher nicht. Insgesamt gibt es bundesweit 101 SPD- und 76 parteilose Oberbürgermeister. Insgesamt gibt es bundesweit 333 Oberbürgermeister.

Auch Hannover und Kiel haben gewählt

Nicht nur in Mainz wurde am Sonntag ein neues Stadtoberhaupt gewählt, auch die Bürger in den Landeshauptstädten Hannover (Niedersachsen) und Kiel (Schleswig-Holstein) stimmten ab. In Hannover gibt es wie in Mainz am 10. November eine Stichwahl. Hier treten Dr. Eckhard Scholz (CDU) und Belit Onay (Grüne) gegeneinander an, wie die Stadt bekannt gibt. Beide Kandidaten holten je 32,2 Prozent der Stimmen. In Kiel wurde Amtsinhaber Ulf Kämpfer (SPD) wiedergewählt. Mit 65,8 Prozent der Stimmen setzte er sich gegen drei Mitbewerber durch.

Merkurist-Umfrage zur Stichwahl

Auch die Merkurist-Leser hatten Ebling und Haase in der Stichwahl gesehen. Das ging aus einer nicht-repräsentativen Umfrage hervor (wir berichteten). Auch zum Ausgang einer möglichen Stichwahl hat Merkurist seine Leser befragt (wir berichteten). (rk)

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