Mainzer Feuerwehr: Was es mit der schiefen „112“ auf sich hat

Soll das so sein? Die schiefe Notrufnummer auf dem Gebäude der Mainzer Feuerwehr in der Neustadt irritiert.

Mainzer Feuerwehr: Was es mit der schiefen „112“ auf sich hat

Wer auf der Rheinallee aus Mombach Richtung Neustadt fährt, kann an ihm gar nicht vorbeischauen: am roten Container auf der Feuerwache. Besonders wegen seiner schiefen „112“ fällt er auf. Wurde hier etwa beim Bau gepfuscht?

Nein. Der rote Container erfüllt seinen Zweck, genauso wie die schiefe Nummer. Als die neue Feuerwache II im Jahr 2014 eingeweiht wurde, sollte die Container-Optik eine Art „Kunst am Bau“ darstellen. Die Wache II löste die alte Feuerwache am Barbarossaring in der Innenstadt ab, die 1962 teilweise noch auf Kriegstrümmern errichtet wurde. Teile des Gebäudes wurden Ende der 2000er Jahre wegen des maroden Zustands gesperrt und waren nicht mehr betretbar. Dann folgte der Umzug.

Untergebracht sind in dem roten Quader die Technikzentrale und die Heizung der Feuerwache II. Diese Technikzentrale nimmt Bezug auf das früher gegenüberliegende Containerterminal im Zollhafen. Mit der Fassade aus versetzt gestapelten Containern soll an die alten Häfen erinnert werden. Die „krumme 112“ verstärkt wiederum die Stapelstruktur der Containeroptik.

Und es gibt einen weiteren Grund für die krumme Notrufnummer: „Mit dem schief angeordneten Schriftzug erhöht sich der Einprägungsgrad wesentlich“, sagte 2016 Norbert Singer, der damalige Leiter der Feuerwehrwache II. Keine Stadt habe eine höhere Notrufbekanntheit, hieß es damals.

Hintergrund

Am 28. April 2014 eröffnete Oberbürgermeister Michael Ebling die neue Feuerwache II in der Rheinallee. Der Bau dauerte drei Jahre und kostete 18,6 Millionen Euro, das Land beteiligte sich mit 4,7 Millionen Euro.

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