Rheinpegel bei Mainz kurz vor Rekordtief

Der Rheinpegel bei Kaub hat ein Rekordtief erreicht. Auch bei Mainz herrscht ein sehr niedriger Wasserstand.

Rheinpegel bei Mainz kurz vor Rekordtief

Der Rhein führt ungewöhnlich wenig Wasser für diese Jahreszeit. Am Pegel in Kaub wurde nun sogar der Tiefstwert aus dem Jahr 2018 erreicht. Das teilt das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) Rhein mit.

Der Pegel in Kaub liegt aktuell bei 25 Zentimetern. Damit ist der gleiche Wasserstand wie am 22. Oktober 2018 erreicht, dem bisher niedrigsten Wert seit Beginn der Messungen. Am vergangenen Freitag lag der Pegel noch bei 55 Zentimetern. Ein Pegelstand gibt dabei nicht die tatsächliche Wassertiefe an, sondern die Wasserhöhe, gemessen von einem festgelegten Punkt.

Laut der Bundesanstalt für Gewässerkunde ist die frühe Zuspitzung der Lage ungewöhnlich. Normalerweise sind der Spätsommer und der Herbst die typischen Niedrigwasserzeiten. Gründe für den aktuell niedrigen Wasserstand sind vor allem Trockenheit und Hitze.

Lage in Mainz und der Region

In Mainz liegt der Wasserstand mit 1,26 Meter (Stand 20 Uhr) noch über dem bisherigen Tiefstwert von 1947 (1,10 Meter). Im Oktober 2018 lag er bei 1,19 Metern.

Auch im hessischen Oestrich-Winkel ist der Pegel mit 49 Zentimetern noch ein Stück vom niedrigsten bekannten Wasserstand von 31 Zentimetern aus dem Jahr 1947 entfernt. Für die Prognosepegel Oestrich, Kaub und Koblenz werden zunächst wieder steigende Wasserstände vorhergesagt.

Folgen für Schifffahrt und Umwelt

Das Niedrigwasser hat laut WSA Rhein Auswirkungen auf die Schifffahrt. „Die Schifffahrt kann weniger zuladen, die Fahrten werden dadurch mit fallendem Pegel unwirtschaftlicher“, heißt es von dort.

Außerdem könnten die niedrigen Wasserstände alte Munition freilegen. Auch die Personenschifffahrt und die Rheinfähren werden ausgebremst. Hohe Wassertemperaturen führen zudem zu Stress für Lebewesen und zu einem Mangel an Sauerstoff im Wasser.

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