Gewerkschaft kritisiert ungerechte Bezahlung von Frauen in der Mainzer Gastronomie

Frauen verdienen in Mainzer Gastronomie rund sieben Prozent weniger als Männer

Gewerkschaft kritisiert ungerechte Bezahlung von Frauen in der Mainzer Gastronomie

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) kritisiert in einer Mitteilung die ungerechte Bezahlung von Frauen in der Gastronomie. Auch in Mainz seien die Gehaltsunterschiede zwischen Frauen und Männern eine Benachteiligung.

Laut einer Statistik der Bundesagentur für Arbeit verdienen Frauen in Mainzer Gastro-Vollzeitstellen rund sieben Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen. Der durchschnittliche Verdienst von Frauen in Vollzeit beträgt demnach 3622 Euro im Monat, der von Männern liegt hingegen bei 3800 Euro im Monatsdurchschnitt.

„Die Zahlen zeigen, dass es bis zu einer echten Lohngerechtigkeit noch ein weiter Weg ist. Im Verkauf einer Bäckerei oder an der Rezeption eines Hotels – also bei Tätigkeiten, die überwiegend von Frauen ausgeübt werden – sind die Einkommensunterschiede besonders groß“, sagt Guido Noll, Geschäftsführer der NGG-Region Darmstadt und Mainz. Das habe auch damit zu tun, dass sich Fleischereien, Bäckereien, Hotels und Gaststätten häufig nicht an Tarifverträge hielten – und viele Frauen in niedrigeren Positionen mit geringeren Löhnen abspeisten.

Hinzu komme, dass Frauen überdurchschnittlich oft in Teilzeit- und Minijobs arbeiteten. „Solche Stellen erschweren nicht nur den beruflichen Aufstieg, sie sind meistens auch deutlich schlechter bezahlt als Vollzeitarbeitsplätze. Deshalb dürfte der tatsächliche Gender-Pay-Gap, also die Einkommenslücke zwischen den Geschlechtern, in Mainz deutlich über sieben Prozent liegen“, so Noll.

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