Warum müssen manche DHL-Pakete einen Umweg machen?

Wenn Pakete innerhalb von Rheinhessen verschickt werden, warum müssen sie dann zum Teil über das nördliche Rheinland-Pfalz transportiert werden? Diese Frage stellt eine Merkurist-Leserin. Was die DHL dazu sagt.

Warum müssen manche DHL-Pakete einen Umweg machen?

Mehr als fünf Millionen Pakete werden an jedem Werktag in den insgesamt 36 Paketzentren des Zustellers DHL bearbeitet. Einige davon im Auftrag von Merkurist-Leserin Kathinka. In ihrem Snip wundert sie sich allerdings: Denn wenn Kathinka den Weg ihrer Pakete über eine DHL-App verfolgt, erkennt sie bei manchen, dass sie über das Paketzentrum Neuwied im Norden von Rheinland-Pfalz gesendet werden. Dabei finden Kathinkas Sendungen entweder innerhalb von Rheinhessen oder von Südhessen statt. Warum werden ihre Pakete also nicht über das näher gelegene Paketzentrum in Saulheim transportiert?

DHL-Sprecher Stefan Heß erklärt dazu auf Anfrage von Merkurist: Um die Sendungen schnell und sicher vom einen zum anderen Punkt zu transportieren, nutze die DHL ihr gesamtes Paketnetzwerk in Deutschland. „Entscheidend, wo und wie eine Sendung bearbeitet wird, sind die tatsächlichen tagesaktuellen Sendungszahlen und Produktionsauslastungen unserer einzelnen Zentren und Basen“, sagt Heß. Ist das Zentrum in Saulheim also überlastet, dann macht das Paket also einen Umweg über Neuwied. Normalerweise würden die Sendungen aber im nächstgelegenen Zentrum bearbeitet werden. „Allerdings nicht immer. Das nennt man aktive Sendungssteuerung“, erklärt Heß.

Die DHL setze „alles betrieblich Mögliche“ daran, die Sendungen auf schnellstem Wege zu den Empfängern zu bringen. Wenn das Unternehmen es für notwendig hält, nimmt man also auch Umwege dafür in Kauf. Dabei helfen auch 80 sogenannte mechanisierte Zustellbasen. Hier werden die Pakete von Maschinen weiter verteilt. (df)

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